Pressemitteilung des Aktionsbündnisses "atomwaffenfrei.jetzt" vom 25.09.2025
UN-Tag zur Abschaffung aller Atomwaffen
Protest gegen Atomkriegsmanöver mit Bundeswehrbeteiligung
Am 26. September begehen die Vereinten Nationen den Tag zur Abschaffung aller Atomwaffen. Aus diesem Anlass erneuert das Aktionsbündnis "atomwaffenfrei.jetzt" die Forderung nach weltweiter Ächtung aller Atomwaffen und fordert den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag.
"Statt nuklear abzurüsten, treibt die Bundesregierung die Stationierung der Tarnkappenbomber F-35 voran, um die Stationierung der neuen, zielgenaueren US-Atomwaffen zu ermöglichen. Die Bundeswehr darf sich Mitte Oktober nicht erneut an dem NATO-Atomkriegsmanöver 'Steadfast Noon' beteiligen", fordert Martin Singe, Sprecher des Aktionsbündnisses.
Das Aktionsbündnis hat zusammen mit anderen Friedensorganisationen zu einer Demonstration in Nörvenich am 11. Oktober aufgerufen. Die Demonstration beginnt um 12 Uhr am Militärflugplatz Nörvenich und endet am Schlossplatz. U.a. sprechen Pfarrerin Vera Schellberg aus Düren, Dr. Uwe Trieschmann von den Ärzten zur Verhütung eines Atomkriegs und Dr. Hildegard Slabik-Münter für das Bündnis "atomwaffenfrei.jetzt". Die Demonstration wird unterstützt von örtlichen Friedensgruppen aus Düren und Aachen, der DFG-VK, der IPPNW, Ohne Rüstung Leben, Pax Christi, dem Netzwerk Friedenskooperative, vielen weiteren Friedensgruppen und Einzelpersonen.
Bei dem Atomkriegsmanöver "Steadfast Noon" üben die "nuklearen Teilhabestaaten" mit den USA, wie die u.a. in Büchel/Eifel lagernden Atombomben an Flugzeuge montiert und in Ziele geflogen werden. Der Übungsablauf wird weitgehend geheim gehalten. Die Bundeswehr beteiligt sich daran, obwohl das Justizministerium Atomwaffeneinsätze als Kriegsverbrechen charakterisiert [1].
"Die nukleare Teilhabe Deutschlands widerspricht dem internationalen Völkerrecht und dem Nichtverbreitungsvertrag für Atomwaffen. Die Bundesregierung muss die Atombomben aus Büchel abziehen lassen und dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten", Regina Hagen, Sprecherin des Aktionsbündnisses.
Der Aufruf zur Demonstration in Nörvenich mit Programmhinweis und
Unterzeichnenden findet sich hier:
https://www.friedenskooperative.de/sites/default/files/noervenich_250919_print.pdf
Anmerkung:
[1] https://www.bmjv.de/DE/themen/voelkerstrafrecht/kriegsverbrechen/kriegsverbrechen_node.htm
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Quelle:
Aktionsbündnis "atomwaffenfrei.jetzt"
c/o Netzwerk Friedenskooperative
Mackestr. 30, 53119 Bonn
Telefon: 0228-692904, Fax: 0228-692906
E-Mail: info@atomwaffenfrei.jetzt
Internet: www.atomwaffenfrei.de
veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 26. September 2025
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