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RADIO - DEUTSCHLANDFUNK KULTUR/1289: Woche vom 26.09. bis 02.10.2022


Rundfunkprogramm Deutschlandfunk Kultur – 39. Woche vom 26.09. bis 02.10.2022


Montag, 26. September 2022


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Das Podcastmagazin (55 Min.)


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Klassik
Moderation: Elisabeth Hahn
02:00-02:05 Nachrichten
03:00-03:05 Nachrichten
04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
05:30-05:33 Nachrichten
05:50-05:55 Aus den Feuilletons
06:00-06:05 Nachrichten
06:20-06:23 Wort zum Tage
Johanna Vering, Langenberg
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
07:00-07:05 Nachrichten
07:20-07:25 Politisches Feuilleton
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:48 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag
11:30-11:35 Musiktipps
11:45-11:50 Rubrik: Jazz


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Popkulturmagazin
14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Tonart (115 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag
15:30-15:35 Musiktipps
15:40-15:45 Live Session
16:00-16:05 Nachrichten
16:30-16:33 Kulturnachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend
17:30-17:33 Kulturnachrichten
18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen (55 Min.)
Politik und Soziales – Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Einmal Islamismus und zurück
Hin: Wie man hineingeraten kann (1/2)
Von Frank Drescher
Teil 2 am 27.09.2022

Die Geschichten der drei jungen Menschen sind ganz unterschiedlich und haben doch etwas gemein: Sie wurden zu Islamisten.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 In Concert (87 Min.)
Funkhauskonzert
Live aus Raum Dresden von Deutschlandfunk Kultur
Ganna Gryniva und Tal Arditi
Moderation: Matthias Wegner


21:30 Einstand (30 Min.)
Investition in die Zukunft?
Vom Alltag eines Musikschullehrers
Von Elisabeth Hahn

Das Lehrpersonal an Musikschulen leistet tagtäglich wertvolle kulturelle und gesellschaftliche Arbeit. Der Musikschulalltag verlangt den Lehrkräften viel ab. Doch wird dieser Einsatz auch ausreichend entlohnt? Die Musikschullandschaft in Deutschland ist vielfältig und bunt. In den rund 1.000 Musikschulen werden ungefähr 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene unterrichtet. Die Lehrer und Lehrinnen haben dafür oftmals viele Jahre studiert. Arbeiten am Wochenende, Nachholstunden, Wettbewerbe und Konzerte sind für viele selbstverständlich. Zahlt sich dieser Einsatz auch finanziell aus? Was hat sich in den letzten Jahren getan? Eine Reportage aus dem Alltag eines Musikschullehrers in Berlin. Denkfabrik 2022: Von der Hand in den Mund. Wenn Arbeit kaum zum Leben reicht


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Kriminalhörspiel (57 Min.)
Blaubarts Gärtner
Von Christoph Güsken
Regie: Christoph Dietrich
Mit: Jens Wawrczeck, Julia Mohn, Axel Prahl, Kathrin Angerer, Gerd Grasse, Michael Klobe, Peter Kainz, Christian Standtke, Jürgen Thormann, Falk Rockstroh, Ulrich Lipka, Max Volkert Martens, Anja Franke
Musik: Friedemann Graef, Albrecht Riermeier
Ton: Peter Kainz
Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2004
Länge: 51'49

Knut Herkenrath, ein erfolgloser Krimiautor, tröstet sich damit, dass wirklich große Künstler niemals Erfolg haben. Erst als seine Freundin ihren Job verliert, bietet er notgedrungen per Kleinanzeige seine Dienste feil. Der auftragslose Autor Knut Herkenrath ist sich sicher: "Wirklich gute Literatur findet ihre Leser erst in zukünftigen Generationen." Als seine Freundin jedoch ihre Arbeit verliert, braucht das Paar dringend ein neues Einkommen. Gezwungenermaßen macht er sich über eine Annonce auf die Suche nach einer Arbeit – nicht leicht als ambitionierter Krimiautor. Ein kauziger Yachtbesitzer namens Emil Türkwein heuert ihn schließlich offiziell als Gärtner an. Doch Türkwein braucht den Krimiautor für andere Tätigkeiten, denn er plant einen literarischen Rückblick auf sein Leben, den er mit pikanten kriminellen Details würzen will. Herkenrath soll ihm dabei helfen, seine längst verflossenen Exfrauen quasi nachträglich umzubringen, natürlich nur in der Fiktion. Behauptet er jedenfalls. Christoph Güsken, geboren 1958, studierte Theologie, absolvierte eine Buchhändlerlehre und arbeitet seit 1988 als freier Autor. Er schreibt Kriminalromane und -hörspiele, darunter für Deutschlandfunk Kultur: "Quotenkiller" (2014), "Gotteskrieger" (2015) und zuletzt "Schwere See" (2017). 2019 erschien sein Kriminalroman "Der Glöckner von St. Lamberti".


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau

*

Dienstag, 27. September 2022


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Neue Musik (55 Min.)
Macht Freiheit arm?
Aspekte des Prekären in der aktuellen Musik- und Kunstproduktion
Von Thomas Groetz

Im Kontext allgemeiner Auflösungserscheinungen / institutioneller Erosionserscheinungen müssen Kulturschaffende zunehmend flexibel mit einer dauerhaft unsicheren Situation umgehen. Carl Spitzwegs armer Poet taugt zwar nicht als aktuelles Künstlerbild, doch sind prekäre Lebensverhältnisse trotz einer Zunahme an Kultursponsoring allgegenwärtig. Wer es in Zeiten der Selbstoptimierung nicht schafft, sich in bestehenden Strukturen zu behaupten, gilt als gescheitert. Permanente Präsenz sowie ökonomischer Erfolg verdrängen ästhetische Kriterien als Gradmesser für künstlerische Relevanz – besonders im Bereich der bildenden Kunst. Da im Metier der zeitgenössischen Musik wirtschaftliche Aspekte anders gelagert sind, sehen sich die Kulturproduzenten mehr und mehr dazu gezwungen, dem Erarbeiten attraktiver Projektanträge ebensoviel Aufmerksamkeit zu widmen, wie der künstlerischen Arbeit selbst. Denkfabrik 2022: Von der Hand in den Mund. Wenn Arbeit kaum zum Leben reicht


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Jazz
Moderation: Manuela Krause
02:00-02:05 Nachrichten
03:00-03:05 Nachrichten
04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
05:30-05:33 Nachrichten
05:50-05:55 Aus den Feuilletons
06:00-06:05 Nachrichten
06:20-06:23 Wort zum Tage
Johanna Vering, Langenberg
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
07:00-07:05 Nachrichten
07:20-07:25 Politisches Feuilleton
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:48 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag
11:30-11:35 Musiktipps
11:40-11:43 Chor der Woche
11:45-11:50 Rubrik: Klassik


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Popkulturmagazin
14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Tonart (115 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag
15:30-15:35 Musiktipps
15:40-15:45 Live Session
16:00-16:05 Nachrichten
16:30-16:33 Kulturnachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend
17:30-17:33 Kulturnachrichten
18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen (55 Min.)
Wirtschaft und Umwelt – Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Einmal Islamismus und zurück
Zurück: Wie man wieder hinauskommt (2/2)
Von Frank Drescher

Die Geschichten der drei jungen Menschen sind ganz unterschiedlich und haben doch etwas gemein: Sie wurden zu Islamisten.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Beethovenfest Bonn
Aula der Universität
Aufzeichnung vom 16.09.2022
Grazyna Bacewicz
Konzert für Streichorchester
Joseph Bologne, Chevalier de Saint-Georges
Violinkonzert Nr. 9
Ludwig van Beethoven
Violinsonate A-Dur "Kreutzersonate"
In der Fassung für Streichorchester von Richard Tognetti
Aurora Orchestra
Leitung und Violine: Jonian Ilias Kadesha

Der Ausnahmegeiger Jonian Ilias Kadesha präsentiert die ursprünglich für den dunkelhäutigen britischen Geiger George Bridgetower komponierte "Kreutzersonate" in einer Bearbeitung für Violine solo mit Streichorchester. Sie wird gerahmt vom mitreißenden "Konzert für Streichorchester" der polnischen Komponistin Grazyna Bacewicz sowie der selten zu hörenden Musik von Joseph de Bologne. Der Sohn einer Sklavin, geboren in der Karibik, war Geigenvirtuose, Komponist und Dirigent – und Athlet und Fechter während der Französischen Revolution.


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Feature (57 Min.)
Die Feature-Antennen-Kochshow
Zusammengestellt von Katrin Moll und Ingo Kottkamp
Moderation: Ingo Kottkamp
Ton: Alexander Brennecke
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021
Länge: 56'30

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Bringt aber auch Selbst- und Fremderzählungen zutage. Und ist nie nur privat. Ein Menü aus Kurzdokus, frisch zubereitet in der Feature-Küche. Mit Rezepten zum Nachkochen!
Mit den folgenden Kurz-Dokus:
Cime di rapa oder
Der Erinnerung hinterherkochen
Von Giuseppe und Massimo Maio
Couscous oder
Wann wird Tradition Folkore?
Von Annika Erichsen
Gurkensalat nach Louise Bourgeois oder
Künstler, Köche, Kreativität
Von Jean-Claude Kuner
Mulukhiya oder
Versuch über die Konsistenz
Von Julia Tieke


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau

*

Mittwoch, 28. September 2022


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Chormusik (55 Min.)
Zeitenwende nach über 1000 Jahren
Die Regensburger Domspatzen gründen einen Mädchenchor
Gast: Elena Szuczies, Kirchenmusikerin und Leiterin des neuen Chores
Moderation: Olga Hochweis
00:55-00:58 Chor der Woche

1.050-jähriges Bestehen feiern die Regensburger Domspatzen im Jahr 2025. Drei Jahre früher setzt der altehrwürdige Knabenchor nun eine noch bedeutsamere Zäsur: Erstmals wird es unter dem Dach der Domspatzen in Regensburg einen Mädchenchor geben. Ab September dieses Jahres werden voraussichtlich 30 Mädchen – genau wie die Jungen - tägliche Chorproben und Stimmbildung bekommen, im Internat leben und das Gymnasium der Einrichtung besuchen. Fest steht aber auch: Der Knabenchor mit seinem "Markenkern" bleibt unangetastet. Knaben- und Mädchenchor sollen nebeneinander bestehen. Die Kirchenmusikerin Elena Szuczies, 28 Jahre jung, übernimmt die historische Aufgabe, die ersten weiblichen Regensburger Domspatzen zu leiten.


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Americana
Moderation: Kerstin Poppendieck
02:00-02:05 Nachrichten
03:00-03:05 Nachrichten
04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
05:30-05:33 Nachrichten
05:50-05:55 Aus den Feuilletons
06:00-06:05 Nachrichten
06:20-06:23 Wort zum Tage
Johanna Vering, Langenberg
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
07:00-07:05 Nachrichten
07:20-07:25 Politisches Feuilleton
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:48 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag
11:30-11:35 Musiktipps
11:45-11:50 Rubrik: Folk


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Popkulturmagazin
14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Tonart (115 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag
15:30-15:35 Musiktipps
15:40-15:45 Live Session
16:00-16:05 Nachrichten
16:30-16:33 Kulturnachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend
17:30-17:33 Kulturnachrichten
18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen (55 Min.)
Kultur und Geschichte – Magazin
19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
"Das war ein Zusammenkommen auf Augenhöhe"
Eine Nachwende-Dorfgeschichte in Thüringen
Von Magdalena Neubig


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (87 Min.)
400 Jahre Jacob Hintze
" …also ist Harmonia, wo Gerechtigkeit und Friede sich küssen …"
Kirche zum Guten Hirten, Berlin
Aufzeichnung vom 03.09.2022
Jacob Hintze
"Das ist der Tag, den der Herr gemacht"
Sinfonia d-Moll
Johann Hildebrand
"Krieges-Angst-Seufftzer"
Heinrich Albert
"Ich steh in Angst und Pein"
Heinrich Schütz
"Verleih uns Frieden"
Heinrich Albert
"Lobet Gott in seinem Heiligtum"
Michael Jakobi
"Jauchzendes Friedensbeschlußlied"
Jacob Hintze
"Nun komm der Heiden Heiland"
Sinfonia und Epistellied Nr. 61
"Christ lag in Todesbanden"
u.a.
Simone Schwark, Sopran
Georg Poplutz, Tenor
Felix Schwandke, Bass
Ensemble Open Chamber Berlin


21:30 Alte Musik (30 Min.)
MI6 im barocken Stil
William Byrd – im geheimen Dienst Ihrer Majestät?
Von Martin Hoffmann

Obwohl überzeugter und bekennender Katholik, schrieb William Byrd (ca. 1540-1623) als "Gentleman of the Chapel Royal" sowohl katholische Kirchenmusik als auch Werke für den anglikanischen Gottesdienst und war unbestritten der Lieblingskomponist Elizabeths I. Das ist insofern bemerkenswert, als die Protestantin Elizabeth die katholische Restauration ihrer Vorgängerin Mary (1553-1558) sofort nach ihrer Thronbesteigung rückgängig gemacht hatte. Doch was macht Byrds Musik so interessant und einzigartig, so subversiv und staatstragend zugleich?


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Hörspiel (57 Min.)
Der Fuchs und der Igel (1/3)
Von Daniel Cil Brecher
Regie: Robert Matejka
Mit: Manfred Zapatka, Jürgen Hentsch, Hilmar Thate, Herbert Sand, Jutta Wachowiak, Hans-Werner Meyer, Matthias Matschke, Victor Deiß, Horst Hiemer, Mark Oliver Bögel, Werner Rehm, Helmut Krauss, Helmut Vogel, Thomas Holländer, David Dietrich, Birgitt Dölling
Ton und Technik: Andreas Narr und Barbara Zwirner
Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2000
Länge: 47'38
Teil 2 am 05.10.2022, 22.03 Uhr

Durch die Kubakrise 1962 erreichte der Kalte Krieg eine neue Dimension. Die USA und die UdSSR kamen während dieser 13-tägigen Krise einem möglichen Atomkrieg so nah wie nie. Daniel Cil Brecher entwickelt aus dem Archivmaterial ein Hörspiel. 1961: Während sich die Truppen der USA und der UdSSR beim Berliner Mauerbau gegenüberstehen, hat der strategische Fernkampf der Weltmächte einen anderen Schauplatz: Kuba. Washington plant die Invasion und die Beseitigung Fidel Castros. Moskau braucht Kuba, um vor der Haustür des Feindes Atomraketen zu stationieren. Fast 40 Jahre später werden die sowjetischen Archive zugänglich, und auch die USA geben die Tonbandaufnahmen heraus, die Präsident Kennedy von den Krisensitzungen im Weißen Haus anfertigen ließ. Daniel Cil Brecher, geboren 1951 in Tel Aviv, Historiker, Autor, Publizist. Er wuchs in Deutschland auf, studierte Geschichte und Philosophie. Seit 1986 lebt er in Amsterdam und schreibt Hörspiele und Features, unter vielen anderen: "Flushing Meadow" (DLR Berlin/SR 1997), "Ground Zero" (Deutschlandfunk 2011), "Danke, dass Sie dienen" (Deutschlandfunk/WDR 2016), "Das tote Kind von Xanten und der Mord an der Witwe Stern - Zwei antisemitische Kriminalfälle" (WDR 2019) und zuletzt "Eine Minderheit im Aufbruch. Die palästinensischen Bürger Israels als neue politische Kraft" (Deutschlandfunk 2022).


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau

*

Donnerstag, 29. September 2022


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Neue Musik (55 Min.)
"Fenster Festival Neue Musik Rümlingen"
Gare du Nord, Basel
Aufzeichnung vom 27.01.2022
Georges Aperghis
"Zeugen" für Sängerin, Ensemble und sieben Handpuppen nach Paul Klee (2007)
Salome Kammer, Stimme
Ernesto Molinari, Klarinette
Teodoro Anzellotti, Akkordeon
Aljandro Oliván López, Altsaxofon
Mathilde Hoursiangou, Klavier
Françoise Rivalland, Cimbalom
Leitung: Marcus Weiss


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Rock
Moderation: Mathias Mauersberger
02:00-02:05 Nachrichten
03:00-03:05 Nachrichten
04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
05:30-05:33 Nachrichten
05:50-05:55 Aus den Feuilletons
06:00-06:05 Nachrichten
06:20-06:23 Wort zum Tage
Johanna Vering, Langenberg
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
07:00-07:05 Nachrichten
07:20-07:25 Politisches Feuilleton
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:48 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag
11:30-11:35 Musiktipps
11:45-11:50 Rubrik: Weltmusik


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Popkulturmagazin
14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Tonart (115 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag
15:30-15:35 Musiktipps
15:40-15:45 Live Session
16:00-16:05 Nachrichten
16:30-16:33 Kulturnachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (85 Min.)
Kultur und Politik am Abend
17:30-17:33 Kulturnachrichten
18:00-18:05 Nachrichten


18:30 Weltzeit (30 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Zeitfragen (55 Min.)
Forschung und Gesellschaft – Magazin

19:30-20:00 Zeitfragen. Feature
Das Märchen von der bösen "Schulmedizin"
Esoterische Verschwörungserzählungen im Gesundheitsbereich
Von Katharina Nocun

Esoterik-Anbieter schüren Ängste vor einer vermeintlichen Verschwörung in Medizin und Wissenschaft und machen damit Kasse.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Seglerhaus am Wannsee Berlin
Aufzeichnung vom 25.09.2022
Johann Nepomuk Hummel
Allegro con spirito, aus: Partita für Bläser Es-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart
Harmoniemusik aus "Die Entführung aus dem Serail" KV 384, bearbeitet von Johann
Nepomuk Wendt
Gaetano Donizetti
Sinfonia für Bläser g-Moll
Charles Gounod
Petite Symphonie für Bläser B-Dur
Solisten des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin:
Ulf-Dieter Schaaff, Flöte
Florian Grube, Oboe
Thomas Herzog, Oboe
Peter Pfeifer, Klarinette
Ann-Kathrin Zacharias, Klarinette
Ingo Klinkhammer, Horn
Frank Stephan, Horn
Miriam Kofler, Fagott
Alexander Voigt, Fagott
Clemens Königstedt, Kontrafagott
Moderation: Olaf Wilhelmer


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Freispiel (57 Min.)
Kurzstrecke 126
Feature, Hörspiel, Klangkunst – Die Sendung für Hörstücke aus der freien Szene
Zusammenstellung: Marcus Gammel, Ingo Kottkamp und Johann Mittmann
Produktion: Autor:innen/Deutschlandfunk Kultur 2022
Länge: 56'30
(Ursendung)
Wiederholung am 14.10.2022, 0.05 Uhr

Ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen freie Produktionen aus den Genres Feature, Hörspiel und Klangkunst vor. In der aktuellen Ausgabe der Kurzstrecke präsentieren wir:
Happy Viel Glück
Von Tobias Premper
Democracy In Crazy Times
Von Schülerinnen und Schüler der Lina-Morgenstern-Schule
The City
Von José Iges

Außerdem:
Neues aus der "Wurfsendung" mit Julia Tieke
Hörspiel, Feature und Klangkunst aus der freien Szene. Heute unter anderem mit einer Komposition aus den Sounds europäischer Städte.


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau

*

Freitag, 30. September 2022


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Klangkunst (55 Min.)
Palma Ars Acustica 2022
Once Enea stuck an apple seed to my ear
Von Elia Moretti
Libretto: Elia Moretti, Lore Lixenberg, Tereza Havelkova
Mit: Lore Lixenberg (Stimme), Tomáš Vtípil (Violoine und Stimme), Renata Raková (Klarinette), Václav Kalivoda (Posaune), Pierre Louis Barge (Tuba, Perkussion), Jakub Švejnar (Perkussion), Václav Šafka (Perkussion), Elia Moretti (Perkussion)
Produktion: Tschechischer Rundfunk 2021
Länge: 47'07

Wie können wir uns beim Hören selbst zuhören? Der Komponist Elia Moretti inszeniert das Radiohören als Alltagspraxis mit philosphischem Tiefgang. Spielerisch führt er die Hörerinnen und Hörer in eine akustische Selbstvergewisserung. "Radio schafft Intimität ohne Nähe", sagt der italienische Komponist Elia Moretti. Deshalb nutzt er das Radio als Instrument für ein Hörexperiment: Er dirigiert unsere Ohren bei ihrer Wahrnehmung der Situation, in der wir uns jeweils befinden. So wird das scheinbar passive Hören zu einer aktiven Handlung. Es entsteht ein neuer Zugang zur Realität und zu den Klängen des Alltags. "Once Enea stuck an apple seed to my ear" wurde 2022 mit dem Palma Ars Acustica der European Broadcasting Union ausgezeichnet. Elia Moretti, geboren 1986 in Mailand, ist Performer, Komponist, Perkussionist und Forscher mit Schwerpunkt kulturelle Anthropologie und akustische Ökologie. Er untersucht die Klänge von Performance- und Theaterpraxis und arbeitet regelmäßig mit Tänzern, Theatergruppen und Bildenden Künstlerinnen.


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Tonart (235 Min.)
Weltmusik
Moderation: Katrin Wilke
02:00-02:05 Nachrichten
03:00-03:05 Nachrichten
04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Studio 9 (235 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
05:30-05:33 Nachrichten
05:50-05:55 Aus den Feuilletons
06:00-06:05 Nachrichten
06:20-06:23 Wort zum Tage
Johanna Vering, Langenberg
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
07:00-07:05 Nachrichten
07:20-07:25 Politisches Feuilleton
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:45 Alltag anders
Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt
07:50-07:58 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:20-08:26 Neue Krimis
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (55 Min.)


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Lesart (55 Min.)
Das Literaturmagazin


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Tonart (55 Min.)
Das Musikmagazin am Vormittag
11:30-11:35 Musiktipps
11:45-11:50 Unsere ROC-Ensembles


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Länderreport (55 Min.)


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Kompressor (55 Min.)
Das Popkulturmagazin
14:30-14:33 Kulturnachrichten


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Tonart (115 Min.)
Das Musikmagazin am Nachmittag
15:30-15:35 Musiktipps
15:40-15:45 Live Session
16:00-16:05 Nachrichten
16:30-16:33 Kulturnachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 (55 Min.)
Kultur und Politik am Abend
17:30-17:33 Kulturnachrichten


18:00 Nachrichten (5 Min.)


18:05 Wortwechsel (55 Min.)


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Aus der jüdischen Welt mit "Shabbat" (25 Min.)


19:30 Zeitfragen (30 Min.)
Literatur
Von Angesicht zu Angesicht
Gespräche und Geschichten über das Gesicht
Mit Luzia Braun und Ursula März
Moderation: Dorothea Westphal

Nie zuvor waren Menschen so häufig mit ihrem eigenen Gesicht konfrontiert wie heute. Droht gerade dadurch, das individuelle Gesicht mehr und mehr zu verschwinden? Ob tätowiert oder verhüllt, beim Boxen zerschlagen, duch Schönheitsoperatinen verjüngt oder mittels Apps geschönt – ein Gesicht kann viele Gesichter haben. Doch wie sehen wir uns selbst, wenn wir in den Spiegel schauen? Oft stimmt das, was wir sehen, gar nicht mit dem überein, was wir fühlen oder über uns denken oder damit, wie andere uns sehen. Und was macht es mit uns, dass das eigene Gesicht dank Fotografien, Videochats oder Selfies so allgegenwärtig ist wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit? Für ihr Buch "Sich sehen" haben Luzia Braun und Ursula März mit 19 ganz unterschiedlichen Menschen gesprochen und sie in den Spiegel schauen lassen.


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Kronberg Festival
Casals Forum, Großer Saal
Aufzeichnung vom 24.09.2022
Johann Sebastian Bach
Konzert für zwei Violinen, Streicher und Basso continuo d-Moll BWV 1043
"Flow my tears" für Viola und Streicher
"If my complaints could passions move" für Viola und Streicher
Benjamin Britten
"Lachrymae" für Viola und Streicher
Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 104 D-Dur
Peter Tschaikowsky
Konzert D-Dur für Violine und Orchester op. 35
Vadim Gluzman, Violine
Irène Duval, Violine
Seiji Okamoto, Violine
Antoine Tamestit, Viola
Chamber Orchestra of Europe
Leitung: Sir András Schiff


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Musikfeuilleton (57 Min.)
Ohne Lockdown schwierig genug
Wirtschaftliche Realitäten und Kämpfe der freien Klassikszene
Von Matthias Nöther

Die Covid-19-Pandemie hat es offengelegt: Freie Musikerinnen und Musiker verdienen in Deutschland oft nicht genug Geld, um davon zu leben. Wie wenig es teilweise sein muss, legen Zahlen der Künstlersozialkasse nahe: Nicht mal 15.000 Euro beträgt das durchschnittliche Jahreseinkommen freier Musikschaffender mittleren Alters, das der Frauen noch weit weniger. Jahrzehntelang wurde innerhalb der Szene über Geld kaum geredet. Doch es tut sich etwas. Musiker vergleichen ihre Gagen, tun sich in sozialen Netzwerken zusammen, suchen verstärkt und erfolgreich den Kontakt mit der Politik. Sie stellen Dumpinglöhne infrage und auch die Einkommenslücke, die sich gegenüber festangestellten Orchestermitgliedern auftut. Dabei sind viele von ihnen weiterhin gerne frei – und sorgen sich meist auch in schwierigen Zeiten nicht um Aufträge und um ihre Kreativität. Denkfabrik 2022: Von der Hand in den Mund. Wenn Arbeit kaum zum Leben reicht


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:30-23:33 Kulturnachrichten
23:50-23:54 Kulturpresseschau

*

Samstag, 1. Oktober 2022


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Lange Nacht (175 Min.)
Ich weiß – du schwarz
Eine Lange Nacht über Widerstand und Schwarze Selbstbefreiung
Von Kerstin Kilanowski
Regie: die Autorin
01:00-01:05 Nachrichten
02:00-02:05 Nachrichten

Black Lives Matter – Widerstand gegen Unterdrückung und rassistische Willkür gibt es, seit der Europäer das Narrativ vom "Schwarzen" erfunden hat. Die Formen des Widerstands sind dabei höchst unterschiedlich: Ende des 18. Jahrhunderts führen in Haiti geheime Voodoo-Zeremonien und Sklavenaufstände zum ersten vom Kolonialismus befreiten Staat; in Zimbabwe ruft ein spirituelles Medium durch die Stimmen der Ahnen zum Krieg gegen die Kolonialherren auf. Intellektuelle wie der senegalesische Dichter und Präsident Léopold Senghor prägen den kulturpolitischen Begriff der Négritude. Der brillante Denker Frantz Fanon aus Martinique wiederum dekonstruiert schon in den fünfziger Jahren den Begriff "Rasse". Auch hinter einer scheinbar unpolitischen Bewegung wie dem modebesessenen Sapeurs in der Kolonie Belgisch-Kongo steckt der Wunsch nach Selbstermächtigung. In den USA stellen Schwarze Jazzmusiker und Blues-Ikonen den Hörgewohnheiten der weißen Mittelschicht radikale Klänge entgegen, denn in den sechziger Jahren gilt: "Black is Beautiful". James Baldwin dagegen verwehrt sich mit seinen Essays gegen jegliche Zuschreibungen und politischen Aktivismus mit der elementaren Einsicht: "I am not your negroe". Gefragt wird auch und immer wieder: Wer bestimmt, ab welchem Grad von Pigmentierung ein Mensch als schwarz gilt? Kann Hautfarbe und Haarstruktur Identität stiften? Oder führt sie zurück zu Kategorien von Rassifizierung? Achtung: Das N-Wort wird in den Originaltexten der Schwarzen Autoren als Selbstbezeichnung mehrmals vorkommen. Eine Lange Nacht mit Texten unter anderem von Frantz Fanon, Zora Neal Hurston, James Baldwin, Alain Mabanckou, Chenjerai Hove, Alejo Carpentier. Mit Musiken von Stella Chiweshe, Nina Simone, Archie Shepp, Billie Holiday, Grand Kalle, Leyla McCalla.


03:00 Nachrichten (5 Min.)


03:05 Tonart (115 Min.)
Filmmusik
Moderation: Vincent Neumann
04:00-04:05 Nachrichten


05:00 Nachrichten (5 Min.)


05:05 Aus den Archiven (55 Min.)
Mexico Calling – Olivia Molina im Gespräch (2/2)
Aus der Reihe "Showbusiness & Entertainment"
Von Kathrin Brigl und Siegfried Schmidt-Joos
RIAS Berlin 1987

In der zweiten und letzten Folge der Musik-Gesprächs-Sendung erzählt die deutsch-mexikanische Sängerin und Schauspielerin Olivia Molina, wie sie nach 20 Jahren im Show-Geschäft in Deutschland endlich ihre Identität gefunden habe und aus dieser heraus auch Neues ausprobierte – so wie zum Beispiel einen Gottesdienst. "Ich war nie gläubig, aber gerade, wenn man Emigrant ist und keine Familie hat, glaub ich, dass der Glaube eine große Hilfe sein kann für einen Menschen." So sei diese kirchliche Messe auch ein Bekenntnis zu Lateinamerika gewesen, die "ja nichts haben außer diesem Glauben". Auch die Hauptrolle im Musical "Evita" zu singen und zu spielen, habe mit ihren lateinamerikanischen Wurzeln zu tun: "Ich kenne die lateinamerikanische Frau und ihren Ehrgeiz – und habe viel Spaß mit einer Figur, wo man hart sein kann."


06:00 Nachrichten (5 Min.)


06:05 Studio 9 (175 Min.)
Kultur und Politik am Morgen
06:20-06:23 Wort zum Tage
Johanna Vering, Langenberg
Katholische Kirche
06:30-06:33 Nachrichten
06:40-06:45 Aus den Feuilletons
07:00-07:05 Nachrichten
07:30-07:33 Nachrichten
07:40-07:48 Interview
08:00-08:05 Nachrichten
08:30-08:33 Nachrichten
08:50-08:56 Buchkritik


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Im Gespräch (115 Min.)
Live mit Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de
10:00-10:05 Nachrichten


11:00 Nachrichten (5 Min.)


11:05 Lesart (55 Min.)
Das politische Buch
Café Central, Grillo-Theater, Essen
Aufzeichnung vom 27.09.2022
Moderation: Christian Rabhansl


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 – Der Tag mit … (55 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Breitband (55 Min.)
Medien und digitale Kultur


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Rang 1 (25 Min.)
Das Theatermagazin


14:30 Vollbild (90 Min.)
Das Filmmagazin
15:00-15:05 Nachrichten


16:00 Nachrichten (5 Min.)


16:05 Echtzeit (55 Min.)
Das Magazin für Lebensart


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


17:30 Tacheles (30 Min.)


18:00 Nachrichten (5 Min.)


18:05 Feature (55 Min.)
Untergewöhnlich
Eine praktische Übung nach Georges Perecs "Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen"
Von Nicole Paulsen
Regie: die Autorin
Mit: André Jung, Caroline Ebner, Sonja Dengler, Anne von Linstow, Holger Kunkel, Stefan Roschy
Ton und Technik: Wolfgang Rein und Judith Rübenach
Produktion: SWR 2016
Länge: 54'00

40 Jahre nach Georges Perecs Text "Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen" wiederholt die Autorin dessen Suche nach dem Alltäglichen – nur diesmal auch mit einem Mikrofon ausgestattet. Doch plötzlich tauchen weitere Beobachtende auf … An drei Tagen im Oktober 1974 setzte sich Georges Perec an die Place Saint-Sulpice in Paris St. Germain und notierte alles, "was passiert, wenn nichts passiert außer Zeit, Menschen, Autos und Wolken". Daraus entstand das Buch "Versuch, einen Platz in Paris zu erfassen". 40 Jahre später dokumentiert Nicole Paulsen mit Notizbuch und Aufnahmegerät am selben Ort, zu gleicher Zeit das "Infra-ordinäre", das "Untergewöhnliche", das Glanzlose, die Hintergrundgeräusche. Sie beobachtet Menschen, Autos und Wolken – und Schreibende: Im Café und neben dem Café, auf einem roten Klappstuhl und an einen Baum gelehnt. Aber dann passiert etwas Seltsames: Nach und nach tauchen weitere Notierende, Filmende, Fotografierende auf, alle auf der Spur Perecs. Aus einem persönlichen Experiment wird kollektives Beobachten und der Platz Saint-Sulpice zu einer Art Pilgerstätte des Infra-Gewöhnlichen. Nicole Paulsen lebt in Tübingen, studierte dort und in Grenoble Wirtschafts- und Politikwissenschaften, arbeitete als Kulturmanagerin und Dramaturgin am Theater. Seit 2002 ist sie beim SWR als Regisseurin für Hörspiele und Radiofeatures tätig.


19:00 Nachrichten (5 Min.)


19:05 Oper (145 Min.)
Nationaltheater München
Aufzeichnung vom 27.06.2022
Krzysztof Penderecki
"Die Teufel von Loudun", Oper in drei Akten
Libretto des Komponisten nach Aldous Huxley, John Whiting und Erich Fried
Jeanne – Aušrine Stundyte, Sopran
Claire – Ursula Hesse von den Steinen, Mezzosopran
Gabrielle – Nadezhda Gulitskaya, Sopran
Louise – Lindsay Ammann, Mezzosopran
Philippe – Danae Kontora, Sopran
Ninon – Nadezhda Karyazina, Alt
Grandier – Jordan Shanahan, Bariton/Robert Dölle, Bariton
Vater Barré – Martin Winkler, Bass
Baron de Laubardemont – Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, Tenor
Vater Rangier – Andrew Harris, Bass
Vater Mignon – Ulrich Ress, Tenor
Adam – Kevin Conners, Tenor
Mannoury – Jochen Kupfer, Bariton
Prince Henri de Condé – Sean Michael Plumb, Bariton
Vater Ambrose – Martin Snell, Bass
Bontemps – Christian Rieger, Bassbariton
Bayerischer Staatsopernchor und Zusatzchor der Bayerischen Staatsoper
Bayerisches Staatsorchester
Leitung: Vladimir Jurowski


21:30 Die besondere Aufnahme (90 Min.)
Hugo Kaun
"Minnehaha" und "Hiawatha", Sinfonische Dichtungen op. 43
Sinfonie Nr. 3 e-Moll op. 96
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Jonathan Stockhammer
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022, Großer Sendesaal im Haus des Rundfunks Berlin


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:50-23:54 Kulturpresseschau
Wochenrückblick

*

Sonntag, 2. Oktober 2022


00:00 Nachrichten (5 Min.)


00:05 Stunde 1 Labor (55 Min.)


01:00 Nachrichten (5 Min.)


01:05 Diskurs (55 Min.)


02:00 Nachrichten (5 Min.)


02:05 Tonart (115 Min.)
Chansons und Balladen
Moderation: Kerstin Poppendieck
03:00-03:05 Nachrichten


04:00 Nachrichten (5 Min.)


04:05 Tonart (170 Min.)
Clublounge
Moderation: Martin Böttcher
05:00-05:05 Nachrichten
06:00-06:05 Nachrichten


06:55 Wort zum Tage (5 Min.)
Neue Kirche (Swedenborg-Zentrum)


07:00 Nachrichten (5 Min.)


07:05 Feiertag (25 Min.)
Katholische Kirche
Ernten und geerntet werden
Über den Dank als Wesenszug des Christlichen
Von Fra´ Georg Lengerke, München
Katholische Kirche


07:30 Kakadu für Frühaufsteher (30 Min.)
Warum ist es unhöflich, zu rülpsen und zu furzen?
Moderation: Patricia Pantel

Der Körper macht richtig viele Geräusche. Das kann man auch hören. Rülpsen, Pupsen, Magenknurren zeigen, das der Mensch lebt, der Körper seinen Job erledigt und beispielsweise verdaut. Aber warum sind uns die Geräusche unseres Körpers dennoch peinlich?


08:00 Nachrichten (5 Min.)


08:05 Kakadu (55 Min.)
Kinderhörspiel
Tanjas Tanz
Von Milena Baisch
Ab 7 Jahre
Regie: Christine Nagel
Mit: Boris Aljinovic, Mia Sperling, Claire Wegener, Tilda Jenkins, Jakob Heimendahl, Theo Tkaczyk, Levon Schlegel, Cathlen Gawlich
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017
Länge: 42'28
Moderation: Patricia Pantel

Tanja träumt davon, eine federleichte Balletttänzerin zu werden.
Tanja – die wegen ihrer Figur mit dem Spitznamen Tonnja gehänselt wird – träumt davon, eine federleichte Balletttänzerin zu werden. Nachdem sie in der Ballettschule zunächst plumpsend scheitert, entdeckt die Ballettlehrerin ihr besonderes und etwas spezielles Talent: Wenn Tanja Musik richtig gefällt, dann kann sie bis an die Decke springen. Und genau das muss ein Ungeheuer können. Tanja bekommt die Hauptrolle in der Ballettaufführung "Das Ungeheuer im Elfenland". Premiere ist auf einem Straßenfest und viele Kinder aus Tanjas Klasse schauen sich die Aufführung an. Tanja ist sehr aufgeregt, doch es wird ein großer Erfolg. Sie springt enorm hoch und bekommt sehr viel Applaus. Mit der Kraft des Ungeheuers ertanzt sie sich den Respekt ihrer Mitschüler.


09:00 Nachrichten (5 Min.)


09:05 Kakadu (25 Min.)
Magazin
Moderation: Patricia Pantel
08 00 22 54 22 54


09:30 Sonntagsrätsel (30 Min.)
Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de


10:00 Nachrichten (5 Min.)


10:05 Plus Eins (114 Min.)
11:00-11:05 Nachrichten


11:59 Freiheitsglocke (1 Min.)


12:00 Nachrichten (5 Min.)


12:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


12:30 Die Reportage (30 Min.)


13:00 Nachrichten (5 Min.)


13:05 Sein und Streit (55 Min.)
Das Philosophiemagazin


14:00 Nachrichten (5 Min.)


14:05 Religionen (55 Min.)


15:00 Nachrichten (5 Min.)


15:05 Interpretationen (115 Min.)
Die Unterschätzte
Johann Sebastian Bachs Vierte Suite für Violoncello solo
Gast: Harald Eggebrecht, Musikpublizist
Moderation: Ruth Jarre
16:00-16:05 Nachrichten


17:00 Nachrichten (5 Min.)


17:05 Studio 9 kompakt (25 Min.)
Themen des Tages


17:30 Nachspiel (60 Min.)
Das Sportmagazin
18:00-18:05 Nachrichten
18:05-18:30 Nachspiel. Feature
Freies Spiel zwischen Ost und West
Eine sportliche Erkundung im Amt Neuhaus
Von Knut Benzner


18:30 Hörspiel (90 Min.)
Mein hohles Herz singt Lieder der Versammlung
Eine Collage, entstanden zur Zeit des körperlichen Abstands
Von Hannes Becker, Nina Bussmann, Dmitrij Gawrisch, Maren Kames, Julia Kandzora, Judith Keller, Thomas Köck, Joël László, Jan Schomburg, Kevin Rittberger, Gerhild Steinbuch, Lena Vöcklinghaus
Regie: Henri Hüster
Mit: Leonie Benesch, Susanne Bredehöft, Bastian Dulisch, Anna Eger, Till Firit, Lukas Gander, Jens Harzer, Mareike Hein, Ingo Tomi, Katharina Hofmann, Sebastian Hufschmidt, Marie Popall, Mateja Meded, Sylvana Seddig, Gabriel Schneider, Julia Franz Richter, Maria Schrader, Lilith Stangenberg, Mervan Ürkmez, Lena Vogt, Jenny Weichert, Genet Zegay
Komposition: Max Andrzejewski, Florentin Berger-Monit, Johannes Wernicke, Sophia
Kennedy, Andreas Spechtl
Ton: Kay Poppe
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020
Länge: 86'27

Entstanden unter dem Eindruck des ersten Lockdowns ist das Hörspiel heute Zeitzeugnis und zugleich fortlaufende Einladung zum Einander- (Zu)hören. Begonnen hat alles mit einer Stimme, aufgenommen mit dem Handy. Es beginnt mit Ratlosigkeit und dem Gefühl einer echten Ungewissheit, die sich von sonst empfundenen Unsicherheiten radikal unterscheidet. Wer macht wann wieder wo Kunst? Der alleine ist und schreibt und zeichnet? Der zusammen ist in einem Raum und spricht und spielt? Der sich bewegt und andere berührt? Wie schnell vergisst eine Gesellschaft, was sie braucht? Diese Fragen werden untereinander diskutiert und führen zur Ermüdung, denn es gibt ja gerade eine echte Gefahr. Aber was tun wir jetzt? Die Sehnsucht nach Gemeinsamkeit ist größer denn je. Von dieser Zeit zu erzählen, ohne nur von dieser Zeit zu erzählen. Das haben wir uns vorgenommen. Zusammensein, zusammen handeln, das tun auch die, die alleine sind und an die anderen denken. Autorinnen und Autoren schreiben Texte, die aus der schreibenden Einsamkeit heraus einen Raum für eine Gemeinschaft aufmachen. Erzählen als Solidarität: Wir funken Geschichten raus aus der Quarantäne und denken aneinander und denken miteinander nach. Wie können wir uns jetzt versammeln, wenn wir uns nicht versammeln können? Vielleicht beim Zuhören, das ja ohnehin am Anfang steht, wenn man darüber nachdenkt, was es heißt, füreinander da zu sein, solidarisch zu sein miteinander. "Bevor wir angefangen haben zu schreiben, saßen die Bildschirmköpfe von Thomas, Gerhild und mir auch leuchtend in so einem mitternächtlichen Meeting und haben sich im Brustton der Überzeugung gegenseitig versichert, wir würden auf gar keinen Fall irgendwas über Corona schreiben, auf gar keinen Fall. So dass ich beim Schreiben ständig den Kopf schütteln und schmunzeln musste, während es so fast monothematisch aus mir rausgeplätschert ist." (Auszug aus dem Hörspiel, Maren Kames) "Meine Fragen sind: Wer ist noch da, wo sind sie, und mit wem kann ich mich verbünden?" (Dorothee Elmiger)


20:00 Nachrichten (3 Min.)


20:03 Konzert (117 Min.)
Sammlung Scharf-Gerstenberg, Berlin
Aufzeichnung vom 30.09.2022
Forumkonzert RIAS Kammerchor Berlin
Orlando di Lasso
"Prophetiae Sibyllarum" – zwölf geistliche Madrigale
Anke Krabbe, Sprecherin
Stephanie Petitlaurent, Sopran
Anna Schaumlöffel, Alt,
Christian Mücke, Tenor
Jonathan de la Paz Zaens, Bass

Das Konzert will im Umfeld der surrealistischenen Werke der Sammlung Scharf-Gerstenberg die Prophezeihungen der Sibyllinen von Orlando di Lasso vorstellen. Die zwölf in chromatischem und äußerst ungewöhnlichem Stil komponierten Madrigale aus Lassos Frühwerk werden der Musica reservata zugerechnet. Die Orakelsprüche der geheimnisvollen Sibyllinen thematisieren das Wunder der Inkarnation Christi.


22:00 Nachrichten (3 Min.)


22:03 Literatur (57 Min.)
Ein weißer Fleck
Luxemburg auf der literarischen Landkarte
Von Andi Hörmann

Immerhin vier Landessprachen besitzt Luxemburg. Doch die Literatur des kleinen EU-Landes ist weitgehend unbekannt. Luxemburg ist klein. Von Ost nach West misst es nur gut 50 Kilometer, von Nord nach Süd etwa 80. Das Großherzogtum ist so klein, dass das ganze Land gleich wie die Hauptstadt heißt. Platz genug aber ist für diverse Institutionen und Organe der EU: die Europäische Kommission, der Gerichtshof, die Investitionsbank, der Rechnungshof u.?v.?m. Raum genug ist auch für gleich vier Landessprachen: Französisch, Deutsch, Englisch und Luxemburgisch. Das kleine Land ist ein linguistischer Schmelztiegel. Die Mehrsprachigkeit der Luxemburger prägt auch die Literatur. Die Schriftstellerinnen und Schriftsteller wechseln die Sprachen oft mit der Textform. Über die Landesgrenzen hinaus sind die meisten Autorinnen und Autoren kaum bekannt. Luxemburg ist in dem Sinne eine Art Terra incognita, ein weißer Fleck auf der literarischen Landkarte. Zeit, das zu ändern!


23:00 Nachrichten (5 Min.)


23:05 – 24:00 Fazit (55 Min.)
Kultur vom Tage
23:50-23:54 Kulturpresseschau
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
Deutschlandfunk Kultur – Programminformationen
39. Woche – 26.09. bis 02.10.2022
Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin
Hörerservice:
Telefon 01803/37 23 46
Telefax 01803/37 23 47
E-Mail: hoererservice@dradio.de
Interent: www.dradio.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 16. September 2022

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