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RADIO - HR2/1289: Woche vom 26.09. bis 02.10.2022


Radioprogramm hr – Hessen 2 – 39. Woche vom 26.09. bis 02.10.2022


Montag, 26. September 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Joseph Haydn: Symphonie Nr. 87 A-Dur (MDR-Sinfonieorchester: Bruno Weil); Richard Strauss: Hornkonzert Es-Dur, op. 11 (Robert Langbein, Horn; Sächsische Staatskapelle Dresden: Christian Thielemann); Johannes Brahms: "Liebeslieder-Walzer", op. 52 (Barbara Hoene, Sopran; Barbara Pohl, Alt; Armin Ude, Tenor; Siegfried Lorenz, Bariton; Dieter Zechlin, Klaus Bässeler, Klavier; Rundfunk-Solistenvereinigung Berlin: Wolf-Dieter Hauschild); Jacques-François Gallay: Hornquartett, op. 26 (Leipziger Hornquartett); Philip Lasser: "The circle and the child" (Simone Dinnerstein, Klavier; MDR-Sinfonieorchester: Kristjan Järvi)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie g-Moll, KV 550 (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Daniele Gatti); Carl Philipp Emanuel Bach: Sonate a-Moll, Wq 70, Nr. 4 (Johannes Geffert, Orgel); Erich Wolfgang Korngold: Violinkonzert D-Dur, op. 35 (Gil Shaham, Violine; London Symphony Orchestra: André Previn); Franz Schubert: Sonate a-Moll, D 821 (Jens Peter Maintz, Violoncello; Keiko Tamura, Klavier); Ferdinand Hérold: Klavierkonzert Nr. 3 A-Dur (Jean-Frédéric Neuburger, Klavier; Orchestra Sinfonia Varsovia: Hervé Niquet)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonín Dvorák: "Der Wassermann", op. 107 (Netherlands Philharmonic Orchestra Amsterdam: Yakov Kreizberg); Georg Friedrich Händel: Concerto grosso c-Moll, op. 6, Nr. 8 (Orpheus Chamber Orchestra); Charles Ives: "Three Places in New England" (Cleveland Orchestra: Christoph von Dohnányi)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonio Vivaldi: Oboenkonzert F-Dur, RV 457 (Zefiro, Oboe und Leitung: Alfredo Bernardini); Louis Moreau Gottschalk: "Amour chevaleresque", op. 97 (Philip Martin, Klavier); Riccardo Drigo: "La Esmeralda", Pas de deux (London Symphony Orchestra: Richard Bonynge); Frédéric Chopin: Vier Mazurken, op. 30 (Alex Szilasi, Klavier); Joseph Jongen: Violinkonzert h-Moll, Animé, op. 17 (Philippe Graffin, Violine; Royal Flemish Philharmonic: Martyn Brabbins); Ludwig van Beethoven: Klaviertrio c-Moll, Finale, op. 1, Nr. 3 (Andreas Staier, Hammerklavier; Daniel Sepec, Violine; Jean-Guihen Queyras, Violoncello)


06:00 Am Morgen (180 Min.)

Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.

6:30 Zuspruch
7:40 Frühkritik
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


09:00 Lesung | "Alte Mädchen" von Julia Wolf (Folge 11 | 21) (30 Min.)

Drei Damen sitzen im Seniorenheim vor dem Fernseher und schauen Germanys Next Topmodel, eine Tante versucht ihre Nichte in Kambodscha zu erreichen und drei Freundinnen sehen sich nach langer Zeit wieder. Eine ist schwanger, die andere macht Karriere, die Dritte nicht. In drei Teilen zeichnet Julia Wolf ein poetisches Panorama von drei Frauengenerationen, die auf unterschiedlichste Weise im Leben stehen. Wie ein Schatten liegt über ihnen allen der Krieg, der unter die Teppiche der kleinbürgerlichen westdeutschen Haushalte gekehrt wurde.

Marjellchen | Wir begegnen Hannelore, Else und Anni die noch um die schönsten Zähne konkurrieren und ihren persönlichen Prinzen im Pfleger der Nachschicht finden. Obwohl sie sicher im Sessel vor dem Fernseher sitzen, verfolgt sie noch immer die eigene Flucht. Neue Heimat, Altes Haus | Wir hören Tante Gudrun und Mutter Gerlinde bei einer Sprachnachricht an ihre Nichte und Tochter zu, die sich schon vor Jahren nach Kambodscha aus dem Staub gemacht hat. Die Großmutter, Mutti, ist gerade gestorben, das Erbe muss geregelt werden. Tante Gudrun kommt ins Erzählen – von ihrer Kindheit in den fünfziger Jahren, von Ehemännern, von Krebs und von Scheidungen. Ob ihre Nichte, Tini, sich bei ihr meldet?

MILF | Und wir wohnen dem Reunion-Wochenende von Jenny, Undine und Thao bei, Mitdreißiger und ehemals beste Freundinnen, deren Lebenswege in sehr verschiedene Richtungen führen. Thao hat sich ein Pferd gekauft und steht mit beiden Beinen im Job, Jenny hört jeden Morgen die Herztöne ihres ungeborenen Kindes ab und Undine hat noch eine Miete auf dem Konto und schwimmt durchs Leben. Dann platzt die Fruchtblase. Die Autorin, Julia Wolf, wurde 1980 in Groß-Gerau geboren und lebt heute in Berlin und Leipzig. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb 2016 bekam sie so etwa für den Ausschnitt aus ihrem Roman "Walter Nowak bleibt liegen" den 3sat Preis. "Walter Nowak bleibt liegen" wurde außerdem mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für ihren aktuellen Roman "Alte Mädchen" wurde Julia Wolf mit dem Robert Gernhardt Preis 2018 ausgezeichnet.

Aus der Laudatio von Alf Mentzer zum Robert Gernhardt Preis 2018: "Julia Wolf schreibt nicht Ereignisgeschichte; sie schreibt Bewusstseinsgeschichte. ( …) Über spezifische Wahrnehmungskonstellationen erzeugt sie eine poetische Realität, in der Bilder, Kontexte, Wörter und Sätze in Bewegung geraten. Insofern arbeitet sie nicht am Abbild des westdeutschen Nachkriegsmilieus; sie arbeitet am Bewusstsein dieses Milieus und erweitert die Möglichkeiten, sich darüber zu verständigen. Sie erweitert die Wahrnehmungs- und Sprechmöglichkeiten und schafft damit ein Bild des Nachkriegsmilieus, das man so noch nicht gesehen hat, ein Bild, das unsere Möglichkeiten, zu sprechen, neu justiert und mit den Grenzen des Sprechens auch die Grenzen unserer Welt erweitert." Sprecherin: Melanie Straub

Regie: Marlene Breuer
Technik: Josuel Theegarten
Besetzung: Heike Oehlschlägel
Assistenz: Sara Glahe
Redaktion: Marit Zickermann & Julika Tillmanns
hr / 2022

Julia Wolf: Alte Mädchen
Frankfurter Verlagsanstalt
288 Seiten
September 2022


09:30 Am Vormittag (150 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Grieg: Morgenstimmung aus der 1. Peer-Gynt-Suite (Berliner Philharmoniker / Herbert von Karajan)
•Beethoven: Streichtrio D-Dur op. 9 Nr. 2 (Trio Zimmermann)
•Wagner: "Meistersinger" – Monolog des Sachs "Was duftet doch der Flieder" (Michael Volle,
•Mendelssohn: 4. Sinfonie A-Dur op. 90 "Italienische" (Musikkollegium Winterthur / Heinz Holliger)
•Mozart: Violinsonate C-Dur KV 303 (Frank Peter Zimmermann / Alexander Lonquich, Klavier)
•Smetana: Die Moldau (Philharmonisches Orchester Oslo / Mariss Jansons)
•Vivaldi: "Griselda" – Arie der Costanza "Agitata da due venti", bearbeitet für Trompete, Streicher und Basso continuo (Tamás Pálfalvi / Franz Liszt Chamber Orchestra)
•Schumann: Faschingsschwank aus Wien op. 26 (Christopher Park, Klavier)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Susanne Pfeffer, "Museums-Avantgardistin"

Susanne Pfeffer, Direktorin des Museum Moderne Kunst in Frankfurt, listete das Kunstmagazin Monopol jüngst unter die Top 3 der wichtigsten Akteure der Kunstwelt. Und gerade erst wurde sie in die internationale Jury der Biennale Venedig berufen. Die von ihr kuratierten Ausstellungen, ob auf der Biennale in Venedig, im Fridericianum in Kassel und in der heutigen Wirkungsstätte MMK in Frankfurt, haben in der internationalen Kunstszene viel Aufsehen erregt. Diskurs und Vermittlung prägen die Arbeit der Kuratorin und Kunstwissenschaftlerin. Seit 2018 leitet Susanne Pfeffer das Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main (MMK). Im "hr2-Doppelkopf" stellt sie das MMK und seine Geschichte, den Museumsbestand und die letzten Neuerwerbungen vor. Nicht nur in der aktuellen Ausstellung zu dem Avantgardisten der Moderne Marcel-Duchamp geht es der Kuratorin um die Fragen: Was ist Kunst? Was macht ein Objekt aus? Was ist ein Subjekt? Was definiert unser Geschlecht und unsere Identität? Im Gespräch mit Gastgeber Thomas Plaul spricht die vielfach ausgezeichnete Kuratorin über die ästhetischen und konzeptionellen Kernideen des MMK, über die Notwendigkeit von Museen, sich immer wieder neu zu definieren und gegenwärtige gesellschaftspolitische Themen und Probleme aufzugreifen. Schließlich bewegt Susanne Pfeffer auch die Frage, wie sich die Vermittlung von Kunst heute gestalten könnte und wie der technologische Wandel und die Dominanz des Visuellen das Schauen und Betrachten auch von Kunst verändert.

Gastgeber: Thomas Plaul


13:00 Am Mittag (90 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Brahms: Akademische Festouvertüre op. 80 (London Philharmonic Orchestra / Marin Alsop)
•Haydn: Sinfonie Nr. 78 c-Moll (hr-Sinfonieorchester / Hugh Wolff)
•Bach: Violinkonzert E-Dur BWV 1042 (Hilary Hahn / Los Angeles Chamber Orchestra / Jeffrey Kahane)
•Giuliani: Variationen über ein Thema von Händel (Ricardo Gallén, Gitarre)


14:30 Lesung | "Alte Mädchen" von Julia Wolf (Folge 11 | 21) (30 Min.)

Drei Damen sitzen im Seniorenheim vor dem Fernseher und schauen Germanys Next Topmodel, eine Tante versucht ihre Nichte in Kambodscha zu erreichen und drei Freundinnen sehen sich nach langer Zeit wieder. Eine ist schwanger, die andere macht Karriere, die Dritte nicht. In drei Teilen zeichnet Julia Wolf ein poetisches Panorama von drei Frauengenerationen, die auf unterschiedlichste Weise im Leben stehen. Wie ein Schatten liegt über ihnen allen der Krieg, der unter die Teppiche der kleinbürgerlichen westdeutschen Haushalte gekehrt wurde.

Marjellchen | Wir begegnen Hannelore, Else und Anni die noch um die schönsten Zähne konkurrieren und ihren persönlichen Prinzen im Pfleger der Nachschicht finden. Obwohl sie sicher im Sessel vor dem Fernseher sitzen, verfolgt sie noch immer die eigene Flucht. Neue Heimat, Altes Haus | Wir hören Tante Gudrun und Mutter Gerlinde bei einer Sprachnachricht an ihre Nichte und Tochter zu, die sich schon vor Jahren nach Kambodscha aus dem Staub gemacht hat. Die Großmutter, Mutti, ist gerade gestorben, das Erbe muss geregelt werden. Tante Gudrun kommt ins Erzählen – von ihrer Kindheit in den fünfziger Jahren, von Ehemännern, von Krebs und von Scheidungen. Ob ihre Nichte, Tini, sich bei ihr meldet?

MILF | Und wir wohnen dem Reunion-Wochenende von Jenny, Undine und Thao bei, Mitdreißiger und ehemals beste Freundinnen, deren Lebenswege in sehr verschiedene Richtungen führen. Thao hat sich ein Pferd gekauft und steht mit beiden Beinen im Job, Jenny hört jeden Morgen die Herztöne ihres ungeborenen Kindes ab und Undine hat noch eine Miete auf dem Konto und schwimmt durchs Leben. Dann platzt die Fruchtblase. Die Autorin, Julia Wolf, wurde 1980 in Groß-Gerau geboren und lebt heute in Berlin und Leipzig. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb 2016 bekam sie so etwa für den Ausschnitt aus ihrem Roman "Walter Nowak bleibt liegen" den 3sat Preis. "Walter Nowak bleibt liegen" wurde außerdem mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für ihren aktuellen Roman "Alte Mädchen" wurde Julia Wolf mit dem Robert Gernhardt Preis 2018 ausgezeichnet.

Aus der Laudatio von Alf Mentzer zum Robert Gernhardt Preis 2018: "Julia Wolf schreibt nicht Ereignisgeschichte; sie schreibt Bewusstseinsgeschichte. ( …) Über spezifische Wahrnehmungskonstellationen erzeugt sie eine poetische Realität, in der Bilder, Kontexte, Wörter und Sätze in Bewegung geraten. Insofern arbeitet sie nicht am Abbild des westdeutschen Nachkriegsmilieus; sie arbeitet am Bewusstsein dieses Milieus und erweitert die Möglichkeiten, sich darüber zu verständigen. Sie erweitert die Wahrnehmungs- und Sprechmöglichkeiten und schafft damit ein Bild des Nachkriegsmilieus, das man so noch nicht gesehen hat, ein Bild, das unsere Möglichkeiten, zu sprechen, neu justiert und mit den Grenzen des Sprechens auch die Grenzen unserer Welt erweitert."

Sprecherin: Melanie Straub
Regie: Marlene Breuer
Technik: Josuel Theegarten
Besetzung: Heike Oehlschlägel
Assistenz: Sara Glahe
Redaktion: Marit Zickermann & Julika Tillmanns
hr / 2022

Julia Wolf: Alte Mädchen
Frankfurter Verlagsanstalt
288 Seiten
September 2022


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)

Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven
Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


20:00 Nur Nielsen – Konzert aus Malmö (150 Min.)
Andrea Scaffardi, Klarinette
Sinfonieorchester Malmö
Leitung: Ryan Bancroft
Nielsen:
Klarinettenkonzert op. 57
4. Sinfonie op. 29 "Das Unauslöschliche"


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen
Am Mikrofon: Karmen Mikovic

Heute mit: Charles Lloyd: Trios – Chapel | Clemens Kuratle Ydivide: Lumumba | Senensky, Bauer, Baumgärtner: Organic Earfood


23:00 – 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Susanne Pfeffer, "Museums-Avantgardistin"

Susanne Pfeffer, Direktorin des Museum Moderne Kunst in Frankfurt, listete das Kunstmagazin Monopol jüngst unter die Top 3 der wichtigsten Akteure der Kunstwelt. Und gerade erst wurde sie in die internationale Jury der Biennale Venedig berufen. Die von ihr kuratierten Ausstellungen, ob auf der Biennale in Venedig, im Fridericianum in Kassel und in der heutigen Wirkungsstätte MMK in Frankfurt, haben in der internationalen Kunstszene viel Aufsehen erregt. Diskurs und Vermittlung prägen die Arbeit der Kuratorin und Kunstwissenschaftlerin. Seit 2018 leitet Susanne Pfeffer das Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main (MMK). Im "hr2-Doppelkopf" stellt sie das MMK und seine Geschichte, den Museumsbestand und die letzten Neuerwerbungen vor. Nicht nur in der aktuellen Ausstellung zu dem Avantgardisten der Moderne Marcel-Duchamp geht es der Kuratorin um die Fragen: Was ist Kunst? Was macht ein Objekt aus? Was ist ein Subjekt? Was definiert unser Geschlecht und unsere Identität? Im Gespräch mit Gastgeber Thomas Plaul spricht die vielfach ausgezeichnete Kuratorin über die ästhetischen und konzeptionellen Kernideen des MMK, über die Notwendigkeit von Museen, sich immer wieder neu zu definieren und gegenwärtige gesellschaftspolitische Themen und Probleme aufzugreifen. Schließlich bewegt Susanne Pfeffer auch die Frage, wie sich die Vermittlung von Kunst heute gestalten könnte und wie der technologische Wandel und die Dominanz des Visuellen das Schauen und Betrachten auch von Kunst verändert.

Gastgeber: Thomas Plaul

*

Dienstag, 27. September 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 7 A-Dur, op. 92 (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Rafael Frühbeck de Burgos); Wolfgang Amadeus Mozart: Orgelstück für eine Uhr f-Moll, KV 608 (GrauSchumacher Piano Duo); Felix Mendelssohn Bartholdy: "Ein Sommernachtstraum", Ouvertüre und Bühnenmusik (Jennifer Smith, Sopran; Della Jones, Mezzosopran; Ernst-Senff-Chor; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Marc Minkowski)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Robert Schumann: Violinkonzert d-Moll, WoO 1 (Gidon Kremer, Violine; Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken: Myung-Whun Chung); Benjamin Britten: Serenade, op. 31 (Ian Bostridge, Tenor; Marie Luise Neunecker, Horn; Bamberger Symphoniker: Ingo Metzmacher); Johann Baptist Vanhal: Konzert F-Dur (Annika Wallin, Arne Nilsson, Fagott; The Umeå Sinfonietta: Jukka-Pekka Saraste); Max Reger: "Walzer-Capricien", op. 9 (Yaara Tal, Andreas Groethuysen, Klavier); George Gershwin: "An American in Paris" (SWR Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart: Neville Marriner)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Josef Myslivecek: Violinkonzert E-Dur, EvaM 9a:E1 (Leila Schayegh, Violine; Collegium 1704: Václav Luks); Charles Gounod: Sechs Romanzen ohne Worte (Roberto Prosseda, Klavier); Edward Elgar: "The wand of youth", Suite Nr. 2, op. 1 b (Orchestra of the Welsh National Opera: Charles Mackerras)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Peter Tschaikowsky: Sextett d-Moll, Allegro con spirito, op. 70 (Netherlands Chamber Orchestra: David Zinman); Frederic Cliffe: Violinkonzert d-Moll, Andante (Philippe Graffin, Violine; BBC National Orchestra of Wales: David Lloyd-Jones); Ludwig van Beethoven: Sonate A-Dur, Presto, op. 47 (L'Archibudelli); Franz Schubert: Sinfonische Fragmente D-Dur, Scherzo, D 708 a (Scottish Chamber Orchestra: Charles Mackerras); Peter von Winter: Flötenkonzert Nr. 2 d-Moll, Polacca (Bruno Meier, Flöte; Prager Kammerorchester: Antonín Hradil); Antonio Casimir Cartellieri: Parthia Nr. 2 Es-Dur, Finale (Consortium Classicum)


06:00 Am Morgen (180 Min.)

Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.

6:30 Zuspruch
7:40 Frühkritik
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


09:00 Lesung | "Alte Mädchen" von Julia Wolf (Folge 12 | 21) (30 Min.)

Drei Damen sitzen im Seniorenheim vor dem Fernseher und schauen Germanys Next Topmodel, eine Tante versucht ihre Nichte in Kambodscha zu erreichen und drei Freundinnen sehen sich nach langer Zeit wieder. Eine ist schwanger, die andere macht Karriere, die Dritte nicht. In drei Teilen zeichnet Julia Wolf ein poetisches Panorama von drei Frauengenerationen, die auf unterschiedlichste Weise im Leben stehen. Wie ein Schatten liegt über ihnen allen der Krieg, der unter die Teppiche der kleinbürgerlichen westdeutschen Haushalte gekehrt wurde.

Marjellchen | Wir begegnen Hannelore, Else und Anni die noch um die schönsten Zähne konkurrieren und ihren persönlichen Prinzen im Pfleger der Nachschicht finden. Obwohl sie sicher im Sessel vor dem Fernseher sitzen, verfolgt sie noch immer die eigene Flucht. Neue Heimat, Altes Haus | Wir hören Tante Gudrun und Mutter Gerlinde bei einer Sprachnachricht an ihre Nichte und Tochter zu, die sich schon vor Jahren nach Kambodscha aus dem Staub gemacht hat. Die Großmutter, Mutti, ist gerade gestorben, das Erbe muss geregelt werden. Tante Gudrun kommt ins Erzählen – von ihrer Kindheit in den fünfziger Jahren, von Ehemännern, von Krebs und von Scheidungen. Ob ihre Nichte, Tini, sich bei ihr meldet?

MILF | Und wir wohnen dem Reunion-Wochenende von Jenny, Undine und Thao bei, Mitdreißiger und ehemals beste Freundinnen, deren Lebenswege in sehr verschiedene Richtungen führen. Thao hat sich ein Pferd gekauft und steht mit beiden Beinen im Job, Jenny hört jeden Morgen die Herztöne ihres ungeborenen Kindes ab und Undine hat noch eine Miete auf dem Konto und schwimmt durchs Leben. Dann platzt die Fruchtblase. Die Autorin, Julia Wolf, wurde 1980 in Groß-Gerau geboren und lebt heute in Berlin und Leipzig. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb 2016 bekam sie so etwa für den Ausschnitt aus ihrem Roman "Walter Nowak bleibt liegen" den 3sat Preis. "Walter Nowak bleibt liegen" wurde außerdem mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für ihren aktuellen Roman "Alte Mädchen" wurde Julia Wolf mit dem Robert Gernhardt Preis 2018 ausgezeichnet.

Aus der Laudatio von Alf Mentzer zum Robert Gernhardt Preis 2018: "Julia Wolf schreibt nicht Ereignisgeschichte; sie schreibt Bewusstseinsgeschichte. ( …) Über spezifische Wahrnehmungskonstellationen erzeugt sie eine poetische Realität, in der Bilder, Kontexte, Wörter und Sätze in Bewegung geraten. Insofern arbeitet sie nicht am Abbild des westdeutschen Nachkriegsmilieus; sie arbeitet am Bewusstsein dieses Milieus und erweitert die Möglichkeiten, sich darüber zu verständigen. Sie erweitert die Wahrnehmungs- und Sprechmöglichkeiten und schafft damit ein Bild des Nachkriegsmilieus, das man so noch nicht gesehen hat, ein Bild, das unsere Möglichkeiten, zu sprechen, neu justiert und mit den Grenzen des Sprechens auch die Grenzen unserer Welt erweitert."

Sprecherin: Melanie Straub
Regie: Marlene Breuer
Technik: Josuel Theegarten
Besetzung: Heike Oehlschlägel
Assistenz: Sara Glahe
Redaktion: Marit Zickermann & Julika Tillmanns
hr / 2022

Julia Wolf: Alte Mädchen
Frankfurter Verlagsanstalt
288 Seiten
September 2022
Mehr zu den Lesungen in hr2-kultur finden Sie hier.
Sendung: hr2-kultur, "Lesung", 27.09.2022, 9:05 – 9:30 Uhr.


09:30 Am Vormittag (150 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Mozart: Hornkonzert Es-Dur KV 447 (Ulrich Hübner / Anima Eterna / Jos van Immerseel)
•Schumann: 1. Violinsonate a-Moll op. 105 (Gidon Kremer / Martha Argerich, Klavier)
•Rossini: Largo al factotum aus der Oper "Der Barbier von Sevilla" (Hermann Prey, Bariton / London Symphony Orchestra / Claudio Abbado)
•Spohr: Ouvertüre C-Dur op. 12 (Leipziger Kammerorchester / Sebastian Weigle)
•Bach: 2. Partita c-Moll BWV 826 (Murray Perahia, Klavier)
•Mendelssohn: 1. Konzertstück f-Moll op. 114 für Klarinette, Bassetthorn und Orchester (The
•Suk: Klavierquartett a-Moll op.1 (Martin Helmchen, Klavier / Antje Weithaas, Violine / Vicki Powell, Viola / Maximilian Hornung, Violoncello)
•Brahms: Gesang der Parzen op. 89 (Collegium Vocale Gent / hr-Sinfonieorchester / Philippe Herreweghe)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Stefan Pegatzky, "Genuss-Gelehrter"


13:00 Am Mittag (90 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Chopin: Ballade f-Moll op. 52 (Aleksandra Mikulska, Klavier)
•Mozart: Registerarie des Leporello aus "Don Giovanni" (Luca Pisaroni, Bassbariton / Mahler Chamber Orchestra / Yannick Nézet-Séguin)
•Mendelssohn: Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 D-Dur, op. 58 (Wassily und Nicolai Gerassimez)
•Haydn: 3. Scherzando D-Dur für Flöte und Orchester (Emmanuel Pahud / Haydn Ensemble


14:30 Lesung | "Alte Mädchen" von Julia Wolf (Folge 12 | 21) (30 Min.)

Drei Damen sitzen im Seniorenheim vor dem Fernseher und schauen Germanys Next Topmodel, eine Tante versucht ihre Nichte in Kambodscha zu erreichen und drei Freundinnen sehen sich nach langer Zeit wieder. Eine ist schwanger, die andere macht Karriere, die Dritte nicht. In drei Teilen zeichnet Julia Wolf ein poetisches Panorama von drei Frauengenerationen, die auf unterschiedlichste Weise im Leben stehen. Wie ein Schatten liegt über ihnen allen der Krieg, der unter die Teppiche der kleinbürgerlichen westdeutschen Haushalte gekehrt wurde.

Marjellchen | Wir begegnen Hannelore, Else und Anni die noch um die schönsten Zähne konkurrieren und ihren persönlichen Prinzen im Pfleger der Nachschicht finden. Obwohl sie sicher im Sessel vor dem Fernseher sitzen, verfolgt sie noch immer die eigene Flucht. Neue Heimat, Altes Haus | Wir hören Tante Gudrun und Mutter Gerlinde bei einer Sprachnachricht an ihre Nichte und Tochter zu, die sich schon vor Jahren nach Kambodscha aus dem Staub gemacht hat. Die Großmutter, Mutti, ist gerade gestorben, das Erbe muss geregelt werden. Tante Gudrun kommt ins Erzählen – von ihrer Kindheit in den fünfziger Jahren, von Ehemännern, von Krebs und von Scheidungen. Ob ihre Nichte, Tini, sich bei ihr meldet?

MILF | Und wir wohnen dem Reunion-Wochenende von Jenny, Undine und Thao bei, Mitdreißiger und ehemals beste Freundinnen, deren Lebenswege in sehr verschiedene Richtungen führen. Thao hat sich ein Pferd gekauft und steht mit beiden Beinen im Job, Jenny hört jeden Morgen die Herztöne ihres ungeborenen Kindes ab und Undine hat noch eine Miete auf dem Konto und schwimmt durchs Leben. Dann platzt die Fruchtblase. Die Autorin, Julia Wolf, wurde 1980 in Groß-Gerau geboren und lebt heute in Berlin und Leipzig. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb 2016 bekam sie so etwa für den Ausschnitt aus ihrem Roman "Walter Nowak bleibt liegen" den 3sat Preis. "Walter Nowak bleibt liegen" wurde außerdem mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für ihren aktuellen Roman "Alte Mädchen" wurde Julia Wolf mit dem Robert Gernhardt Preis 2018 ausgezeichnet.

Aus der Laudatio von Alf Mentzer zum Robert Gernhardt Preis 2018: "Julia Wolf schreibt nicht Ereignisgeschichte; sie schreibt Bewusstseinsgeschichte. ( …) Über spezifische Wahrnehmungskonstellationen erzeugt sie eine poetische Realität, in der Bilder, Kontexte, Wörter und Sätze in Bewegung geraten. Insofern arbeitet sie nicht am Abbild des westdeutschen Nachkriegsmilieus; sie arbeitet am Bewusstsein dieses Milieus und erweitert die Möglichkeiten, sich darüber zu verständigen. Sie erweitert die Wahrnehmungs- und Sprechmöglichkeiten und schafft damit ein Bild des Nachkriegsmilieus, das man so noch nicht gesehen hat, ein Bild, das unsere Möglichkeiten, zu sprechen, neu justiert und mit den Grenzen des Sprechens auch die Grenzen unserer Welt erweitert."

Sprecherin: Melanie Straub
Regie: Marlene Breuer
Technik: Josuel Theegarten
Besetzung: Heike Oehlschlägel
Assistenz: Sara Glahe
Redaktion: Marit Zickermann & Julika Tillmanns
hr / 2022

Julia Wolf: Alte Mädchen
Frankfurter Verlagsanstalt
288 Seiten
September 2022
Mehr zu den Lesungen in hr2-kultur finden Sie hier.
Sendung: hr2-kultur, "Lesung", 27.09.2022, 9:05 – 9:30 Uhr.


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)

Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


20:00 Das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt (120 Min.)

Seit seinem sensationellen Debüt als Zwölfjähriger 1984 in Moskau hat sich Evgeny Kissin zu einem Pianisten der Extraklasse entwickelt, wobei er sich viele Jahre rar gemacht hat auf den deutschen Konzertpodien. Mit dem dritten Klavierkonzert von Sergej Rachmaninow nimmt er sich jetzt ein wahrhaft monumentales Werk vor: Es ist der ultimative Maßstab nicht nur für die technische Versiertheit eines jeden Interpreten.

Evgeny Kissin, Klavier
Alain Altinoglu, Dirigent
Rachmaninow: 3. Klavierkonzert d-Moll op. 30
Rimskij-Korsakow: Scheherazade
(Aufnahmen vom 15. und 16. September aus dem Großen Saal)

Nicht minder opulent und klangfarbig geht es mit Chefdirigent Alain Altinoglu und dem hr-Sinfonieorchester dann in Nikolaj Rimskij-Korsakows "Scheherazade"-Suite zu, die einen deutlichen Hauch orientalische Exotik in die russische Romantik überführt. In einem betörenden Klangspiel werden hier jene Märchen nacherzählt, mit denen die junge Scheherazade das tyrannische Wesen des Sultans bricht.


22:00 Spätlese (30 Min.)
Andrea Roedig: Man kann Müttern nicht trauen

Erkelenz-Roedig. Feine Wurstwaren: Der Laden "gehörte zu den drei größten Metzgereien in Düsseldorf und war eine Institution im sehr katholischen Stadtteil Bilk." Hier wird Andrea Roedig hineingeboren. Der Vater Franz-Josef entstammt der Metzgerdynastie, die Mutter Lilo ist eingeheiratet und bleibt die Fremde, die Frau ohne Genealogie. Sie ist die große Leerstelle, um die Andrea Roedigs Memoir kreist.

Wer war ihre Mutter, wie wurde sie zu der, die ihre Kinder verwöhnte und quälte, mit ihnen lachte und sie verließ? An welchen Träumen und Zielen richtete sich dieses Leben aus und an welchen Strukturen der Nachkriegszeit ist dieses Leben zerbrochen: Alkoholismus, Insolvenz, Scheidung, sind sie Folge oder Ursache? Mit welchem Recht dürfen wir über das Leben unserer Eltern schreiben und urteilen? Welche Rolle spielt die Scham: der Eltern und die der Kinder? Roedigs Erinnerungen reihen sich ein in die Debatten um Klassismus und Identität, um autofiktionales Schreiben und Memoirenliteratur von Annie Ernaux über Didier Eribon und Christian Baron zu Bov Bjerg: ein Zeitdokument der Nachkriegsjahrzehnte, ein hochintimes Porträt einer westdeutschen Familie, das klar macht: Vergangenheit hört nicht einfach auf, wenn man nicht über sie redet.


22:30 Jazz and More (30 Min.)
Am Mikrofon: Martin Kersten

Heute mit: Lucas Niggli & Matthias Loibner: Still Storm | Maik Mondial: Transit | Tryon: Läuterung


23:00 – 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Stefan Pegatzky, "Genuss-Gelehrter"

*

Mittwoch, 28. September 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Franz Schubert: Symphonie Nr. 4 c-Moll, D 417 (WDR Sinfonieorchester Köln: Günter Wand); Eduardo Angulo: Gitarrenkonzert Nr. 1 (Michael Troester, Gitarre; WDR Rundfunkorchester Köln: Arthur Fagen); Michel-Richard Delalande: Troisième Caprice (Elbipolis Barockorchester Hamburg: Jürgen Groß); Maurice Ravel: "Le tombeau de Couperin" (Michael Endres, Klavier); Claude Debussy: "La mer" (WDR Sinfonieorchester Köln: Gary Bertini)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert Nr. 3 G-Dur, KV 216 (Henning Kraggerud, Violine; Norwegian Chamber Orchestra); Sergej Rachmaninow: Sonate b-Moll, op. 36 (Michael Korstick, Klavier); Jean Sibelius: "König Christian II.", Bühnenmusik, op. 27 (Göteborger Sinfoniker: Santtu-Matias Rouvali); Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviersextett D-Dur, op. 110 (Aaron Pilsan, Klavier; Anna Reszniak, Violine; Elisabeth Kufferath, Maya Meron, Viola; Gustav Rivinius, Violoncello; Edicson Ruiz, Kontrabass); Joseph Haydn: Konzert G-Dur, Hob. XVIII/4 (Viviane Chassot, Akkordeon; Kammerorchester Basel)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ralph Vaughan Williams: "The England of Elizabeth" (Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz: Karl-Heinz Steffens); Igor Strawinsky: "Suite italienne" (Maximilian Hornung, Violoncello; Nicholas Rimmer, Klavier); Leoš Janácek: "Das schlaue Füchslein", Suite (Philharmonisches Orchester Bergen: Edward Gardner)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Claude Debussy: "Suite bergamasque", Prélude (Orchestre National de Lyon: Jun Märkl); Wilhelm Friedemann Bach: Sinfonie F-Dur – "Dissonanzen-Sinfonie" (Il Giardino Armonico: Giovanni Antonini); Frédéric Chopin: Walzer a-Moll; Prélude e-Moll; Prélude E-Dur (Alexander Vynograd, Gitarre); Franz Ignaz Beck: Sinfonie F-Dur, op. 1, Nr. 2 (New Zealand Chamber Orchestra: Donald Armstrong); Cécile Chaminade: Etude romantique Ges-Dur, op. 132 (Johann Blanchard, Klavier); Joseph Haydn: Symphonie Nr. 4 D-Dur, Presto (Il Giardino Armonico: Giovanni Antonini); Louise Farrenc: Klaviertrio Es-Dur, Finale, op. 33 (Linos Ensemble)


06:00 Am Morgen (180 Min.)

Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.

6:30 Zuspruch
7:40 Frühkritik
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


09:00 Lesung | "Alte Mädchen" von Julia Wolf (Folge 13 | 21) (30 Min.)

Drei Damen sitzen im Seniorenheim vor dem Fernseher und schauen Germanys Next Topmodel, eine Tante versucht ihre Nichte in Kambodscha zu erreichen und drei Freundinnen sehen sich nach langer Zeit wieder. Eine ist schwanger, die andere macht Karriere, die Dritte nicht. In drei Teilen zeichnet Julia Wolf ein poetisches Panorama von drei Frauengenerationen, die auf unterschiedlichste Weise im Leben stehen. Wie ein Schatten liegt über ihnen allen der Krieg, der unter die Teppiche der kleinbürgerlichen westdeutschen Haushalte gekehrt wurde.

Marjellchen | Wir begegnen Hannelore, Else und Anni die noch um die schönsten Zähne konkurrieren und ihren persönlichen Prinzen im Pfleger der Nachschicht finden. Obwohl sie sicher im Sessel vor dem Fernseher sitzen, verfolgt sie noch immer die eigene Flucht. Neue Heimat, Altes Haus | Wir hören Tante Gudrun und Mutter Gerlinde bei einer Sprachnachricht an ihre Nichte und Tochter zu, die sich schon vor Jahren nach Kambodscha aus dem Staub gemacht hat. Die Großmutter, Mutti, ist gerade gestorben, das Erbe muss geregelt werden. Tante Gudrun kommt ins Erzählen – von ihrer Kindheit in den fünfziger Jahren, von Ehemännern, von Krebs und von Scheidungen. Ob ihre Nichte, Tini, sich bei ihr meldet?

MILF | Und wir wohnen dem Reunion-Wochenende von Jenny, Undine und Thao bei, Mitdreißiger und ehemals beste Freundinnen, deren Lebenswege in sehr verschiedene Richtungen führen. Thao hat sich ein Pferd gekauft und steht mit beiden Beinen im Job, Jenny hört jeden Morgen die Herztöne ihres ungeborenen Kindes ab und Undine hat noch eine Miete auf dem Konto und schwimmt durchs Leben. Dann platzt die Fruchtblase. Die Autorin, Julia Wolf, wurde 1980 in Groß-Gerau geboren und lebt heute in Berlin und Leipzig. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb 2016 bekam sie so etwa für den Ausschnitt aus ihrem Roman "Walter Nowak bleibt liegen" den 3sat Preis. "Walter Nowak bleibt liegen" wurde außerdem mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für ihren aktuellen Roman "Alte Mädchen" wurde Julia Wolf mit dem Robert Gernhardt Preis 2018 ausgezeichnet.

Aus der Laudatio von Alf Mentzer zum Robert Gernhardt Preis 2018: "Julia Wolf schreibt nicht Ereignisgeschichte; sie schreibt Bewusstseinsgeschichte. ( …) Über spezifische Wahrnehmungskonstellationen erzeugt sie eine poetische Realität, in der Bilder, Kontexte, Wörter und Sätze in Bewegung geraten. Insofern arbeitet sie nicht am Abbild des westdeutschen Nachkriegsmilieus; sie arbeitet am Bewusstsein dieses Milieus und erweitert die Möglichkeiten, sich darüber zu verständigen. Sie erweitert die Wahrnehmungs- und Sprechmöglichkeiten und schafft damit ein Bild des Nachkriegsmilieus, das man so noch nicht gesehen hat, ein Bild, das unsere Möglichkeiten, zu sprechen, neu justiert und mit den Grenzen des Sprechens auch die Grenzen unserer Welt erweitert."

Sprecherin: Melanie Straub
Regie: Marlene Breuer
Technik: Josuel Theegarten
Besetzung: Heike Oehlschlägel
Assistenz: Sara Glahe
Redaktion: Marit Zickermann & Julika Tillmanns
hr / 2022

Julia Wolf: Alte Mädchen
Frankfurter Verlagsanstalt
288 Seiten
September 2022
Mehr zu den Lesungen in hr2-kultur finden Sie hier.
Sendung: hr2-kultur, "Lesung", 28.09.2022, 9:05 – 9:30 Uhr.


09:30 Am Vormittag (150 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Vivaldi: Flötenkonzert RV 443 (Stefan Temmingh, Blockflöte / Capricornus Consort)
•Vorisek: Sinfonie D-Dur op. 24 (Prager Philharmoniker / Jirí Belohlávek)
•Bach: 4. Orchestersuite D-Dur BWV 1069 (Concerto Köln)
•Offenbach: Ouvertüre zur Operette "Ritter Blaubart" (Münchner Rundfunkorchester / Ulf Schirmer)
•Haydn: 1. Cellokonzert C-Dur (Jens Peter Maintz / Deutsche Kammerphilharmonie)
•Rachmaninow: Mélodie E-Dur op. 3 Nr. 3 (Stephen Hough, Klavier)
•Glinka: Sinfonie über zwei russische Themen (BBC Philharmonic / Wassili Sinaisky)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast


13:00 Am Mittag (90 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Bach: Konzert für Violine, Oboe und Streicher c-Moll BWV 1060 (Rachel Podger / Alexandra
•Schubert: Klaviersonate A-Dur D 959 (Alfred Brendel)
•Wagner: Eine Faust-Ouvertüre (hr-Sinfonieorchester / Grant Llewellyn)


14:30 Lesung | "Alte Mädchen" von Julia Wolf (Folge 13 | 21) (30 Min.)

Drei Damen sitzen im Seniorenheim vor dem Fernseher und schauen Germanys Next Topmodel, eine Tante versucht ihre Nichte in Kambodscha zu erreichen und drei Freundinnen sehen sich nach langer Zeit wieder. Eine ist schwanger, die andere macht Karriere, die Dritte nicht. In drei Teilen zeichnet Julia Wolf ein poetisches Panorama von drei Frauengenerationen, die auf unterschiedlichste Weise im Leben stehen. Wie ein Schatten liegt über ihnen allen der Krieg, der unter die Teppiche der kleinbürgerlichen westdeutschen Haushalte gekehrt wurde.

Marjellchen | Wir begegnen Hannelore, Else und Anni die noch um die schönsten Zähne konkurrieren und ihren persönlichen Prinzen im Pfleger der Nachschicht finden. Obwohl sie sicher im Sessel vor dem Fernseher sitzen, verfolgt sie noch immer die eigene Flucht. Neue Heimat, Altes Haus | Wir hören Tante Gudrun und Mutter Gerlinde bei einer Sprachnachricht an ihre Nichte und Tochter zu, die sich schon vor Jahren nach Kambodscha aus dem Staub gemacht hat. Die Großmutter, Mutti, ist gerade gestorben, das Erbe muss geregelt werden. Tante Gudrun kommt ins Erzählen – von ihrer Kindheit in den fünfziger Jahren, von Ehemännern, von Krebs und von Scheidungen. Ob ihre Nichte, Tini, sich bei ihr meldet?

MILF | Und wir wohnen dem Reunion-Wochenende von Jenny, Undine und Thao bei, Mitdreißiger und ehemals beste Freundinnen, deren Lebenswege in sehr verschiedene Richtungen führen. Thao hat sich ein Pferd gekauft und steht mit beiden Beinen im Job, Jenny hört jeden Morgen die Herztöne ihres ungeborenen Kindes ab und Undine hat noch eine Miete auf dem Konto und schwimmt durchs Leben. Dann platzt die Fruchtblase. Die Autorin, Julia Wolf, wurde 1980 in Groß-Gerau geboren und lebt heute in Berlin und Leipzig. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb 2016 bekam sie so etwa für den Ausschnitt aus ihrem Roman "Walter Nowak bleibt liegen" den 3sat Preis. "Walter Nowak bleibt liegen" wurde außerdem mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für ihren aktuellen Roman "Alte Mädchen" wurde Julia Wolf mit dem Robert Gernhardt Preis 2018 ausgezeichnet.

Aus der Laudatio von Alf Mentzer zum Robert Gernhardt Preis 2018: "Julia Wolf schreibt nicht Ereignisgeschichte; sie schreibt Bewusstseinsgeschichte. ( …) Über spezifische Wahrnehmungskonstellationen erzeugt sie eine poetische Realität, in der Bilder, Kontexte, Wörter und Sätze in Bewegung geraten. Insofern arbeitet sie nicht am Abbild des westdeutschen Nachkriegsmilieus; sie arbeitet am Bewusstsein dieses Milieus und erweitert die Möglichkeiten, sich darüber zu verständigen. Sie erweitert die Wahrnehmungs- und Sprechmöglichkeiten und schafft damit ein Bild des Nachkriegsmilieus, das man so noch nicht gesehen hat, ein Bild, das unsere Möglichkeiten, zu sprechen, neu justiert und mit den Grenzen des Sprechens auch die Grenzen unserer Welt erweitert."

Sprecherin: Melanie Straub
Regie: Marlene Breuer
Technik: Josuel Theegarten
Besetzung: Heike Oehlschlägel
Assistenz: Sara Glahe
Redaktion: Marit Zickermann & Julika Tillmanns
hr / 2022

Julia Wolf: Alte Mädchen
Frankfurter Verlagsanstalt
288 Seiten
September 2022
Mehr zu den Lesungen in hr2-kultur finden Sie hier.
Sendung: hr2-kultur, "Lesung", 28.09.2022, 9:05 – 9:30 Uhr.


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)

Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven
Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


20:00 Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen (60 Min.)
Klingende Wellen – Ein Tag auf dem Meer

Mit dem Schiff geht es hinaus aufs Meer. Durch wogende Wellen und schäumende Gischt. Wir treffen Delphine und Wale. Lauschen dem Spiel von Wellen und Wind. Genießen die Meeresstille und geraten in einen Seesturm. Begegnen Windjammern und Ozeanriesen. Durchfahren Meerengen und Korallenriffe. Werden seekrank und retten uns in den Hafen. Das Meer steckt voller Musik.


21:00 Stimmenreich (90 Min.)
heute mit Werken von Byrd und Rubbra

Heute bringt Stimmenreich hauptsächlich Musik aus dem Vereinigten Königreich – einige Werke von William Byrd stehen Stücken von Edmund Rubbra gegenüber, der sich an der englischen Renaissance orientierte.

•Byrd: Ave Maria (Collegium Vocale Gent / Philippe Herreweghe)
•Byrd: Christe qui lux es et dies (Collegium Vocale Gent / Philippe Herreweghe)
•Byrd: Emendemus in melius (Collegium Vocale Gent / Philippe Herreweghe)
•Byrd: Messe zu 5 Stimmen (Collegium Vocale Gent / Philippe Herreweghe)
•Rubbra: Mass in honour of St. Teresa of Avila (Voces Sacrae)
•Rubbra: Five Madrigals op. 51 (Voces Sacrae)
•Quilter: Seven Elizabethan Lyrics op. 12 (Thomas Allen, Bariton / Geoffrey Parsons, Klavier)
•Berlioz: Je crois en vous (Thomas Allen, Bariton / Cord Garben, Klavier)
•Berlioz: Le trébuchet H 113 (John Aller, Tenor / Thomas Allen, Bariton / Cord Garben, Klavier)


22:30 Jazzfacts (30 Min.)
What's going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treib
Am Mikrofon: Sarah Seidel

"Quest is a journey, not a destination", formuliert Richie Beirach in den Liner Notes für das Album "Live 2008". Seit 50 Jahren ist der Pianist zusammen mit seinem Freund, dem Saxofonisten David Liebman, musikalisch unterwegs. Das Quartett "Quest" ist dabei eine zentrale Konstante. 1981 ins Leben gerufen, steht die Besetzung mit Ron McClure am Bass und Billy Hart am Schlagzeug nun seit Jahrzehnten für höchste Standards im improvisierten Smallgroup-Jazz.


23:00 – 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast

*

Donnerstag, 29. September 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Joseph Haydn: Symphonie Nr. 75 Es-Dur (NDR Elbphilharmonie Orchester: Günter Wand); Alexander von Zemlinsky: Sechs Gesänge nach Gedichten von Maurice Maeterlinck, op. 13 (Anne Sofie von Otter, Mezzosopran; NDR Elbphilharmonie Orchester: John Eliot Gardiner); Felix Draeseke: Serenade D-Dur, op. 49 (NDR Radiophilharmonie: Jörg-Peter Weigle); Domenico Scarlatti: "Stabat Mater" (Quirine Viersen, Violoncello; Dirk Lujimes, Orgel; NDR-Chor: Simon Schouten); Antonín Dvorák: Symphonische Variationen, op. 78 (NDR Elbphilharmonie Orchester: John Eliot Gardiner)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ernst von Dohnányi: Klavierkonzert Nr. 2 h-Moll, op. 42 (Howard Shelley, Klavier; BBC Philharmonic: Matthias Bamert); Franz Schubert: "Der Taucher", D 111 (Bo Skovhus, Bariton; Dänisches Nationales Radio-Sinfonieorchester: Stefan Vladar); Richard Strauss: "Don Juan", op. 20 (Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken: Marco de Prosperis); Maurice Ravel: "Ma mère l'oye" (Martha Argerich, Michail Pletnev, Klavier); Ethel Smyth: Konzert (Marie Luise Neunecker, Horn; Saschko Gawriloff, Violine; NDR Radiophilharmonie: Uri Mayer)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Selim Palmgren: "Bilder aus Finnland", op. 24 (Philharmonisches Orchester Turku: Jacques Mercier); Heitor Villa-Lobos: Fünf Präludien (Julian Bream, Gitarre); Pietro Nardini: Violinkonzert G-Dur (Giuliano Carmignola, Violine; Venice Baroque Orchestra: Andrea Marcon)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Georg Friedrich Händel: Konzert A-Dur, Allegro, HWV 296 (La Divina Armonia, Orgel und Leitung: Lorenzo Ghielmi); Ludwig van Beethoven: Zwölf Variationen F-Dur über das Thema "Ein Mädchen oder Weibchen", op. 66 (David Geringas, Violoncello; Tatjana Schatz, Klavier); François-Joseph Gossec: Sinfonie E-Dur, op. 4, Nr. 5 (Deutsche Kammerakademie Neuss: Simon Gaudenz); Jenö Hubay: Violinkonzert Nr. 2 E-Dur, Allegro con fuoco, op. 90 (Hagai Shaham, Violine; BBC Scottish Symphony Orchestra: Martyn Brabbins); Emilie Mayer: Symphonie Nr. 3 C-Dur, Scherzo (Philharmonisches Orchester Bremerhaven: Marc Niemann); Gaetano Donizetti: "Die Favoritin", Passo a tre (Philharmonia Orchestra: Antonio de Almeida)


06:00 Am Morgen (180 Min.)

Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.

6:30 Zuspruch
7:40 Frühkritik
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


09:00 Lesung | "Alte Mädchen" von Julia Wolf (Folge 14 | 21) (30 Min.)

Drei Damen sitzen im Seniorenheim vor dem Fernseher und schauen Germanys Next Topmodel, eine Tante versucht ihre Nichte in Kambodscha zu erreichen und drei Freundinnen sehen sich nach langer Zeit wieder. Eine ist schwanger, die andere macht Karriere, die Dritte nicht. In drei Teilen zeichnet Julia Wolf ein poetisches Panorama von drei Frauengenerationen, die auf unterschiedlichste Weise im Leben stehen. Wie ein Schatten liegt über ihnen allen der Krieg, der unter die Teppiche der kleinbürgerlichen westdeutschen Haushalte gekehrt wurde.

Marjellchen | Wir begegnen Hannelore, Else und Anni die noch um die schönsten Zähne konkurrieren und ihren persönlichen Prinzen im Pfleger der Nachschicht finden. Obwohl sie sicher im Sessel vor dem Fernseher sitzen, verfolgt sie noch immer die eigene Flucht. Neue Heimat, Altes Haus | Wir hören Tante Gudrun und Mutter Gerlinde bei einer Sprachnachricht an ihre Nichte und Tochter zu, die sich schon vor Jahren nach Kambodscha aus dem Staub gemacht hat. Die Großmutter, Mutti, ist gerade gestorben, das Erbe muss geregelt werden. Tante Gudrun kommt ins Erzählen – von ihrer Kindheit in den fünfziger Jahren, von Ehemännern, von Krebs und von Scheidungen. Ob ihre Nichte, Tini, sich bei ihr meldet?

MILF | Und wir wohnen dem Reunion-Wochenende von Jenny, Undine und Thao bei, Mitdreißiger und ehemals beste Freundinnen, deren Lebenswege in sehr verschiedene Richtungen führen. Thao hat sich ein Pferd gekauft und steht mit beiden Beinen im Job, Jenny hört jeden Morgen die Herztöne ihres ungeborenen Kindes ab und Undine hat noch eine Miete auf dem Konto und schwimmt durchs Leben. Dann platzt die Fruchtblase. Die Autorin, Julia Wolf, wurde 1980 in Groß-Gerau geboren und lebt heute in Berlin und Leipzig. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb 2016 bekam sie so etwa für den Ausschnitt aus ihrem Roman "Walter Nowak bleibt liegen" den 3sat Preis. "Walter Nowak bleibt liegen" wurde außerdem mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für ihren aktuellen Roman "Alte Mädchen" wurde Julia Wolf mit dem Robert Gernhardt Preis 2018 ausgezeichnet.

Aus der Laudatio von Alf Mentzer zum Robert Gernhardt Preis 2018: "Julia Wolf schreibt nicht Ereignisgeschichte; sie schreibt Bewusstseinsgeschichte. ( …) Über spezifische Wahrnehmungskonstellationen erzeugt sie eine poetische Realität, in der Bilder, Kontexte, Wörter und Sätze in Bewegung geraten. Insofern arbeitet sie nicht am Abbild des westdeutschen Nachkriegsmilieus; sie arbeitet am Bewusstsein dieses Milieus und erweitert die Möglichkeiten, sich darüber zu verständigen. Sie erweitert die Wahrnehmungs- und Sprechmöglichkeiten und schafft damit ein Bild des Nachkriegsmilieus, das man so noch nicht gesehen hat, ein Bild, das unsere Möglichkeiten, zu sprechen, neu justiert und mit den Grenzen des Sprechens auch die Grenzen unserer Welt erweitert."

Sprecherin: Melanie Straub
Regie: Marlene Breuer
Technik: Josuel Theegarten
Besetzung: Heike Oehlschlägel
Assistenz: Sara Glahe
Redaktion: Marit Zickermann & Julika Tillmanns
hr / 2022

Julia Wolf: Alte Mädchen
Frankfurter Verlagsanstalt
288 Seiten
September 2022


09:30 Am Vormittag (150 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Mozart: Ouvertüre zur Oper "Die Entführung aus dem Serail" (La Cetra Barockorchester / Andrea Marcon)
•Chopin: Krakowiak F-Dur op. 14 (Stefan Askenase, Klavier / Residenz-Orchester Den
•Merula: Motette "Nigra sum sed Formosa" (Hana Blažiková, Sopran / Bruce Dickey, Zink / Jakob Lindberg, Theorbe / Kris Verhelst, Orgel)
•Weber: Aufforderung zum Tanz op. 65 (Anatol Ugorski, Klavier)
•Beethoven: Streichquartett Es-Dur op. 74 (Gewandhaus-Quartett)
•Corelli: Concerto grosso D-Dur op. 6 Nr. 1 (Freiburger Barockorchester)
•Dvorák: Bagatellen op. 47 (Busch-Trio mit Maria Milstein, Violine)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Roland Kaehlbrandt, "Sprach-Schwimmer"


13:00 Am Mittag (90 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Bériot: Scène de Ballet op. 100 (Itzhak Perlman, Violine / Juilliard Orchestra / Lawrence Foster)
•Mozart: Sinfonie D-Dur KV 385 "Haffner" (Orchestra Mozart / Claudio Abbado)
•Dussek: Klaviersonate As-Dur op. 61 (Jean-Efflam Bavouzet)
•Vivaldi: Mandolinenkonzert C-Dur RV 425 (Thibault Cauvin / Orchestre de Chambre de
•Strauss: "Vier letzte Lieder" – Frühling (Elsa Dreisig, Sopran / Jonathan Ware, Klavier)


14:30 Lesung | "Alte Mädchen" von Julia Wolf (Folge 14 | 21) (30 Min.)

Drei Damen sitzen im Seniorenheim vor dem Fernseher und schauen Germanys Next Topmodel, eine Tante versucht ihre Nichte in Kambodscha zu erreichen und drei Freundinnen sehen sich nach langer Zeit wieder. Eine ist schwanger, die andere macht Karriere, die Dritte nicht. In drei Teilen zeichnet Julia Wolf ein poetisches Panorama von drei Frauengenerationen, die auf unterschiedlichste Weise im Leben stehen. Wie ein Schatten liegt über ihnen allen der Krieg, der unter die Teppiche der kleinbürgerlichen westdeutschen Haushalte gekehrt wurde.

Marjellchen | Wir begegnen Hannelore, Else und Anni die noch um die schönsten Zähne konkurrieren und ihren persönlichen Prinzen im Pfleger der Nachschicht finden. Obwohl sie sicher im Sessel vor dem Fernseher sitzen, verfolgt sie noch immer die eigene Flucht. Neue Heimat, Altes Haus | Wir hören Tante Gudrun und Mutter Gerlinde bei einer Sprachnachricht an ihre Nichte und Tochter zu, die sich schon vor Jahren nach Kambodscha aus dem Staub gemacht hat. Die Großmutter, Mutti, ist gerade gestorben, das Erbe muss geregelt werden. Tante Gudrun kommt ins Erzählen – von ihrer Kindheit in den fünfziger Jahren, von Ehemännern, von Krebs und von Scheidungen. Ob ihre Nichte, Tini, sich bei ihr meldet?

MILF | Und wir wohnen dem Reunion-Wochenende von Jenny, Undine und Thao bei, Mitdreißiger und ehemals beste Freundinnen, deren Lebenswege in sehr verschiedene Richtungen führen. Thao hat sich ein Pferd gekauft und steht mit beiden Beinen im Job, Jenny hört jeden Morgen die Herztöne ihres ungeborenen Kindes ab und Undine hat noch eine Miete auf dem Konto und schwimmt durchs Leben. Dann platzt die Fruchtblase. Die Autorin, Julia Wolf, wurde 1980 in Groß-Gerau geboren und lebt heute in Berlin und Leipzig. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb 2016 bekam sie so etwa für den Ausschnitt aus ihrem Roman "Walter Nowak bleibt liegen" den 3sat Preis. "Walter Nowak bleibt liegen" wurde außerdem mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für ihren aktuellen Roman "Alte Mädchen" wurde Julia Wolf mit dem Robert Gernhardt Preis 2018 ausgezeichnet.

Aus der Laudatio von Alf Mentzer zum Robert Gernhardt Preis 2018: "Julia Wolf schreibt nicht Ereignisgeschichte; sie schreibt Bewusstseinsgeschichte. ( …) Über spezifische Wahrnehmungskonstellationen erzeugt sie eine poetische Realität, in der Bilder, Kontexte, Wörter und Sätze in Bewegung geraten. Insofern arbeitet sie nicht am Abbild des westdeutschen Nachkriegsmilieus; sie arbeitet am Bewusstsein dieses Milieus und erweitert die Möglichkeiten, sich darüber zu verständigen. Sie erweitert die Wahrnehmungs- und Sprechmöglichkeiten und schafft damit ein Bild des Nachkriegsmilieus, das man so noch nicht gesehen hat, ein Bild, das unsere Möglichkeiten, zu sprechen, neu justiert und mit den Grenzen des Sprechens auch die Grenzen unserer Welt erweitert."

Sprecherin: Melanie Straub
Regie: Marlene Breuer
Technik: Josuel Theegarten
Besetzung: Heike Oehlschlägel
Assistenz: Sara Glahe
Redaktion: Marit Zickermann & Julika Tillmanns
hr / 2022

Julia Wolf: Alte Mädchen
Frankfurter Verlagsanstalt
288 Seiten
September 2022


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)

Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven
Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


20:00 A Haunted Landscape – Das hr-Sinfonieorchester beim Forum N (90 Min.)
Solist: Pierre-Laurent Aimard

Mysteriöse Klanglandschaften, Naturlaute und Klänge aus dem All erkundete das hr-Sinfonieorchester diesmal in seiner "Forum N"-Konzertreihe. Auf dem Programm stehen Werke von George Crumb, Augusta Read Thomas, Olivier Messiaen und Claude Vivier.

Pierre-Laurent Aimard, Klavier
hr-Sinfonieorchester
Leitung: Brad Lubman
George Crumb (1929-2022): A Haunted Landscape (1984)
Augusta Read Thomas (*1964): Words of the Sea (1995/96)
Olivier Messiaen (1908-1992): Réveil des oiseaux (1953)
Claude Vivier (1948-1983): Orion (1979)
(Aufnahme vom 5. Mai 2022 aus dem hr-Sendesaal)

Eine mysteriöse Landschaft hatte der Amerikaner George Crumb vor dem geistigen Auge, als er 1984 sein Orchesterstück "A Haunted Landscape" schrieb. Darin lässt er Klanglandschaften entstehen, die von alten Geschichten erzählen – so auch aus Crumbs Heimat West Virginia, wo "man die Geister der verschwundenen Indianer spürt". Von Landschafts- und Natureindrücken lässt sich auch die Amerikanerin Augusta Read Thomas inspirieren, in ihrem Orchesterstück "Words of the Sea" – während der begeisterte Hobby-Ornithologe Olivier Messiaen in seinem Stück "Réveil des oiseaux" allerlei exotische Vögel zum Leben erweckt. Vogelgesang-Motive durchziehen den Klavierpart und das Orchester – und der Pianist Pierre-Laurent Aimard "zwitschert" gerne mit. Eine Odyssee ins Weltall wiederum unternimmt das hr-Sinfonieorchester in Claude Viviers Stück "Orion" – und spürt der Verbindung zwischen Kosmos und Menschheit nach.

Am Mikrofon: Ursula Böhmer


21:30 Neue Musik (60 Min.)
Geste, Klang und Atem. Der Komponist Ondrej Adámek
Porträtiert von Jim Igor Kallenberg

Musik wird gehört, gesehen und geatmet, so Ondrej Adámek. Der tschechische Komponist bringt unterschiedliche Materialien in seinen Werken zum Klingen: Sprache und Stimme, Malerei und szenische Aktion. Ondrej Adámek, 1979 in Prag geboren und seit vielen Jahren in Berlin lebend, lässt seine Kompositionen in alle Richtungen ausgreifen. So kommen unterschiedliche Kulturen des Musizierens, verschiedene Texte, selbstgebaute Instrumente und Alltagsgegenstände ebenso zum Zuge wie die klassischen Klangkörper Chor und Orchester. Mit offenem Sensorium für die Gegenwart bewahrt Adámek auch vertraute Dimensionen von Musik: Emotionalität, Tonalität, kommunikative Rhythmik.


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Am Mikrofon: Daniella Baumeister

Heute mit: Pablo Held: Adventures | Dave Douglas Quintet: Songs of Ascent Book 1 - Degrees | Windisch Quartet: Meander


23:00 – 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Roland Kaehlbrandt, "Sprach-Schwimmer"

*

Freitag, 30. September 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert C-Dur, KV 467 (Clifford Curzon, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Rafael Kubelik); Johann Sebastian Bach: "Singet dem Herrn ein neues Lied", BWV 225 (Max Hanft, Truhenorgel; Günter Holzhausen, Violone; Chor des Bayerischen Rundfunks: Howard Arman); François Devienne: Flötenkonzert Nr. 4 G-Dur (András Adorján, Flöte; Münchener Kammerorchester: Hans Stadlmair); Clara Schumann: Klaviertrio g-Moll, op. 17 (Röhn-Trio); Carl Nielsen: "Aladdin", op. 34 (Münchner Rundfunkorchester: Frank Cramer)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Édouard Lalo: Symphonie espagnole d-Moll, op. 21 (Itzhak Perlman, Violine; London Symphony Orchestra: André Previn); Carl Nielsen: Streichquartett F-Dur, op. 44 (The Young Danish String Quartet); Ludwig van Beethoven: "Leonoren-Ouvertüre Nr. 3" (SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Neville Marriner); Johannes Brahms: Sonate F-Dur, op. 99 (Duo Leonore); Georg Friedrich Händel: Orgelkonzert g-Moll, HWV 310 (La Divina Armonia, Orgel und Leitung: Lorenzo Ghielmi)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Leopold Anton Kozeluch: Symphonie g-Moll (Akademie für Alte Musik Berlin: Stephan Mai); Wolfgang Amadeus Mozart: "Se al labbro mio non credi – Il cor dolente", KV 295 (Rolando Villazón, Tenor; London Symphony Orchestra: Antonio Pappano); Cécile Chaminade: Klaviertrio g-Moll, op. 11 (Trio Parnassus)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonio Vivaldi: Konzert c-Moll, RV 118 (Accademia Bizantina: Ottavio Dantone); Louise Farrenc: Sonate A-Dur, Scherzo, op. 39 (Lucie Bartholomäi, Violine; Verena Louis, Klavier); Wolfgang Amadeus Mozart: Grande Fantaisie c-Moll, Allegro assai (Mozarteumorchester Salzburg: Reinhard Goebel); Jan Dismas Zelenka: Hipocondrie A-Dur, ZWV 187 (Das Neu-Eröffnete Orchestre: Jürgen Sonnentheil); Johannes Brahms: Sonate A-Dur, Allegretto grazios, op. 100 (Tianwa Yang, Violine; Nicholas Rimmer, Klavier); Sergej Prokofjew: "Cinderella Suite", Langsamer Walzer und Amorosa, op. 109 (Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken: Thierry Fischer); Georg Philipp Telemann: Konzert B-Dur, TWV 44:43 (Jürg Schaeftlein, Karl Gruber, Bernhard Klebel, Oboe; Concentus Musicus: Nikolaus Harnoncourt)


06:00 Am Morgen (180 Min.)

Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.

6:30 Zuspruch
7:40 Frühkritik
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


09:00 Lesung | "Alte Mädchen" von Julia Wolf (Folge 15 | 21) (30 Min.)

Drei Damen sitzen im Seniorenheim vor dem Fernseher und schauen Germanys Next Topmodel, eine Tante versucht ihre Nichte in Kambodscha zu erreichen und drei Freundinnen sehen sich nach langer Zeit wieder. Eine ist schwanger, die andere macht Karriere, die Dritte nicht. In drei Teilen zeichnet Julia Wolf ein poetisches Panorama von drei Frauengenerationen, die auf unterschiedlichste Weise im Leben stehen. Wie ein Schatten liegt über ihnen allen der Krieg, der unter die Teppiche der kleinbürgerlichen westdeutschen Haushalte gekehrt wurde.

Marjellchen | Wir begegnen Hannelore, Else und Anni die noch um die schönsten Zähne konkurrieren und ihren persönlichen Prinzen im Pfleger der Nachschicht finden. Obwohl sie sicher im Sessel vor dem Fernseher sitzen, verfolgt sie noch immer die eigene Flucht. Neue Heimat, Altes Haus | Wir hören Tante Gudrun und Mutter Gerlinde bei einer Sprachnachricht an ihre Nichte und Tochter zu, die sich schon vor Jahren nach Kambodscha aus dem Staub gemacht hat. Die Großmutter, Mutti, ist gerade gestorben, das Erbe muss geregelt werden. Tante Gudrun kommt ins Erzählen – von ihrer Kindheit in den fünfziger Jahren, von Ehemännern, von Krebs und von Scheidungen. Ob ihre Nichte, Tini, sich bei ihr meldet?

MILF | Und wir wohnen dem Reunion-Wochenende von Jenny, Undine und Thao bei, Mitdreißiger und ehemals beste Freundinnen, deren Lebenswege in sehr verschiedene Richtungen führen. Thao hat sich ein Pferd gekauft und steht mit beiden Beinen im Job, Jenny hört jeden Morgen die Herztöne ihres ungeborenen Kindes ab und Undine hat noch eine Miete auf dem Konto und schwimmt durchs Leben. Dann platzt die Fruchtblase. Die Autorin, Julia Wolf, wurde 1980 in Groß-Gerau geboren und lebt heute in Berlin und Leipzig. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb 2016 bekam sie so etwa für den Ausschnitt aus ihrem Roman "Walter Nowak bleibt liegen" den 3sat Preis. "Walter Nowak bleibt liegen" wurde außerdem mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für ihren aktuellen Roman "Alte Mädchen" wurde Julia Wolf mit dem Robert Gernhardt Preis 2018 ausgezeichnet.

Aus der Laudatio von Alf Mentzer zum Robert Gernhardt Preis 2018: "Julia Wolf schreibt nicht Ereignisgeschichte; sie schreibt Bewusstseinsgeschichte. ( …) Über spezifische Wahrnehmungskonstellationen erzeugt sie eine poetische Realität, in der Bilder, Kontexte, Wörter und Sätze in Bewegung geraten. Insofern arbeitet sie nicht am Abbild des westdeutschen Nachkriegsmilieus; sie arbeitet am Bewusstsein dieses Milieus und erweitert die Möglichkeiten, sich darüber zu verständigen. Sie erweitert die Wahrnehmungs- und Sprechmöglichkeiten und schafft damit ein Bild des Nachkriegsmilieus, das man so noch nicht gesehen hat, ein Bild, das unsere Möglichkeiten, zu sprechen, neu justiert und mit den Grenzen des Sprechens auch die Grenzen unserer Welt erweitert."

Sprecherin: Melanie Straub
Regie: Marlene Breuer
Technik: Josuel Theegarten
Besetzung: Heike Oehlschlägel
Assistenz: Sara Glahe
Redaktion: Marit Zickermann & Julika Tillmanns
Produktion: hr / 2022

Julia Wolf: Alte Mädchen
Frankfurter Verlagsanstalt
288 Seiten
September 2022


09:30 Am Vormittag (150 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Liszt: Konzertetüde "La leggierezza" (Daniil Trifonov, Klavier)
•Haydn: Sinfonie Nr. 85 B-Dur (Zürcher Kammerorchester / Roger Norrington)
•Bach: Konzert D-Dur für drei Violinen, Streicher und Basso continuo / Rachel Podger / Johannes Pramsohler / Bojan Cicic, Violinen / Brecon Baroque)
•Prokofjew: Suite aus "Romeo und Julia" op. 64b (Cincinnati Symphony Orchestra / Paavo Järvi)
•Weber: 1. Klarinettenkonzert f-Moll op. 73 (Jörg Widmann / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin)
•Brahms: 20. Ungarischer Tanz e-Moll (NDR Elbphilharmonie Orchester / John Eliot Gardiner)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Julia Schulenburg, "Musik-Dolmetscherin"


13:00 Am Mittag (90 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Dukas: Der Zauberlehrling, bearbeitet für Klavier (Yuja Wang)
•Händel: "Semele" – Arie der Semele aus dem 2. Akt (Christine Schäfer, Sopran / Björn Colell, Theorbe / Anna Carewe, Cello)
•Schumann: 1. Sinfonie B-Dur op. 38 "Frühlingssinfonie" (Royal Stockholm Philharmonic
•Fauré: Masques et bergamasques op. 112 (Sinfonieorchester Basel / Ivor Bolton)


14:30 Lesung | "Alte Mädchen" von Julia Wolf (Folge 15 | 21) (30 Min.)

Drei Damen sitzen im Seniorenheim vor dem Fernseher und schauen Germanys Next Topmodel, eine Tante versucht ihre Nichte in Kambodscha zu erreichen und drei Freundinnen sehen sich nach langer Zeit wieder. Eine ist schwanger, die andere macht Karriere, die Dritte nicht. In drei Teilen zeichnet Julia Wolf ein poetisches Panorama von drei Frauengenerationen, die auf unterschiedlichste Weise im Leben stehen. Wie ein Schatten liegt über ihnen allen der Krieg, der unter die Teppiche der kleinbürgerlichen westdeutschen Haushalte gekehrt wurde.

Marjellchen | Wir begegnen Hannelore, Else und Anni die noch um die schönsten Zähne konkurrieren und ihren persönlichen Prinzen im Pfleger der Nachschicht finden. Obwohl sie sicher im Sessel vor dem Fernseher sitzen, verfolgt sie noch immer die eigene Flucht. Neue Heimat, Altes Haus | Wir hören Tante Gudrun und Mutter Gerlinde bei einer Sprachnachricht an ihre Nichte und Tochter zu, die sich schon vor Jahren nach Kambodscha aus dem Staub gemacht hat. Die Großmutter, Mutti, ist gerade gestorben, das Erbe muss geregelt werden. Tante Gudrun kommt ins Erzählen – von ihrer Kindheit in den fünfziger Jahren, von Ehemännern, von Krebs und von Scheidungen. Ob ihre Nichte, Tini, sich bei ihr meldet?

MILF | Und wir wohnen dem Reunion-Wochenende von Jenny, Undine und Thao bei, Mitdreißiger und ehemals beste Freundinnen, deren Lebenswege in sehr verschiedene Richtungen führen. Thao hat sich ein Pferd gekauft und steht mit beiden Beinen im Job, Jenny hört jeden Morgen die Herztöne ihres ungeborenen Kindes ab und Undine hat noch eine Miete auf dem Konto und schwimmt durchs Leben. Dann platzt die Fruchtblase. Die Autorin, Julia Wolf, wurde 1980 in Groß-Gerau geboren und lebt heute in Berlin und Leipzig. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. Beim Ingeborg Bachmann Wettbewerb 2016 bekam sie so etwa für den Ausschnitt aus ihrem Roman "Walter Nowak bleibt liegen" den 3sat Preis. "Walter Nowak bleibt liegen" wurde außerdem mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis nominiert. Für ihren aktuellen Roman "Alte Mädchen" wurde Julia Wolf mit dem Robert Gernhardt Preis 2018 ausgezeichnet.

Aus der Laudatio von Alf Mentzer zum Robert Gernhardt Preis 2018: "Julia Wolf schreibt nicht Ereignisgeschichte; sie schreibt Bewusstseinsgeschichte. ( …) Über spezifische Wahrnehmungskonstellationen erzeugt sie eine poetische Realität, in der Bilder, Kontexte, Wörter und Sätze in Bewegung geraten. Insofern arbeitet sie nicht am Abbild des westdeutschen Nachkriegsmilieus; sie arbeitet am Bewusstsein dieses Milieus und erweitert die Möglichkeiten, sich darüber zu verständigen. Sie erweitert die Wahrnehmungs- und Sprechmöglichkeiten und schafft damit ein Bild des Nachkriegsmilieus, das man so noch nicht gesehen hat, ein Bild, das unsere Möglichkeiten, zu sprechen, neu justiert und mit den Grenzen des Sprechens auch die Grenzen unserer Welt erweitert."

Sprecherin: Melanie Straub
Regie: Marlene Breuer
Technik: Josuel Theegarten
Besetzung: Heike Oehlschlägel
Assistenz: Sara Glahe
Redaktion: Marit Zickermann & Julika Tillmanns
Produktion: hr / 2022

Julia Wolf: Alte Mädchen
Frankfurter Verlagsanstalt
288 Seiten
September 2022


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)

Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Studio Komplex (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven

"Studio Komplex" ist Show gewordener Journalismus. Anne-Katrin Eutin und David Ahlf präsentieren jede Woche eine relevante und manchmal sogar aktuelle Geschichte im Podcast. "Studio Komplex" ist bunt, grell, laut und manchmal das Gegenteil davon. Wir ergründen die schmerzhaften Graubereiche des Lebens, aber wiegen uns genauso gern in der Sicherheit dümmlicher Popkultur. Alles muss, nichts kann. Oder so.


19:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


20:00 Kronberg Festival 2022 (150 Min.)


22:30 Blues'n'Roots (30 Min.)
Am Mikrofon: Dagmar Fulle

Acoustic Blues – The Roots Of It All | Die 60er bis 90er Jahre


23:00 – 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit Julia Schulenburg, "Musik-Dolmetscherin"

*

Samstag, 1. Oktober 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 43 (SWR Symphonieorchester: Osmo Vänskä); Carl Maria von Weber: Sieben Variationen über ein Thema aus "Silvana", op. 33 (Sebastian Manz, Klarinette; Martin Klett, Klavier); Charles Ives: Psalm 67 (SWR Vokalensemble Stuttgart: Marcus Creed); Robert Schumann: Klaviertrio d-Moll, op. 63 (Oberon Trio); Arnold Schönberg: Kammersinfonie E-Dur, op. 9 (SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Erich Leinsdorf)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: "Ein musikalischer Spaß", KV 522 (The English Concert: Andrew Manze); Camille Saint-Saëns: Konzert a-Moll, op. 33 (Sergej Nakarjakow, Flügelhorn; Litauisches Kammerorchester: Saulius Sondeckis); Claude Debussy: "Le martyre de Saint Sébastien" (Philharmonia Orchestra: Pablo Heras-Casado); Johann Nepomuk Hummel: Klavierquintett Es-Dur, op. 87 (Klavierquintett Wien); Ferruccio Busoni: Suite Nr. 2, op. 34 a (BBC Philharmonic Manchester: Neeme Järvi)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Camille Saint-Saëns: Morceau de concert, op. 154 (Marielle Nordmann, Harfe; Ensemble Orchestral de Paris: Jean-Jacques Kantorow); Joseph Haydn: Streichquartett A-Dur, op. 20, Nr. 6 (Pellegrini-Quartett); Carlo Graziani: Violoncellokonzert C-Dur (Edgar Moreau, Violoncello; Il pomo d'oro: Riccardo Minasi)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Domenico Scarlatti: Sonate E-Dur, K 380 (Marie-Luise Hinrichs, Klavier); Gerald Finzi: Romanze, op. 11 (Academy of St. Martin in the Fields: Neville Marriner); Enrique Granados: "Danzas española", Andaluza und Oriental, op. 37 (Milos Karadaglic, Gitarre); Christoph Willibald Gluck: Flötenkonzert G-Dur (Emmanuel Pahud, Flöte; Kammerorchester Basel: Giovanni Antonini); Johann Strauß: Nocturne-Quadrille, op. 120 (Tschechoslowakische Staatsphilharmonie Kosice: Alfred Walter); Louis Spohr: Konzert a-Moll, Rondo, op. 131 (Gewandhaus-Quartett; Gewandhausorchester Leipzig: Herbert Blomstedt)


06:00 Musik am Morgen (210 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen.
6:30 Zuspruch
08:00 Nachrichten

Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Grieg: Hochzeitstag auf Troldhaugen (Academy of St. Martin-in-the-Fields / Neville Marriner)
•Rossini: Zwei Stücke aus "La Cenerentola", bearbeitet für Harmoniemusik (Ma'alot Quintett)
•Telemann: Konzert für Viola, zwei Violinen und Basso continuo G-Dur (Ursula Bundies,

- – - – - Zuspruch – - – - -

•Bazzini: Deux Morceaux de Salon op. 12 (Chloë Hanslip, Violine / Caspar Frantz, Klavier)
•Beethoven: Egmont-Ouvertüre (Kammerorchester Basel / Giovanni Antonini)
•Chabrier: Valses romantiques (Orchestre du Capitole de Toulouse / Michel Plasson)
•Vivaldi: Lautenkonzert D-Dur RV 93 (Thomas Dunford / Ensemble Jupiter)
•Rachmaninow: Prélude G-Dur op. 32 Nr. 5 (Vladimir Horowitz, Klavier)
•Prokofjew: 1. Sinfonie D-Dur op. 25 "Symphonie classique" (Orpheus Chamber Orchestra)
•Gounod: "Roméo et Juliette", Szene und Arie der Juliette 4. Akt (Pretty Yende, Sopran / Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI / Marco Armiliato)
•Mozart: Rondo D-Dur KV 382 (Ronald Brautigam, Klavier / Kölner Akademie / Michael Alexander Willens)

- – - – - Nachrichten – - – - -

•Genin: Carnaval de Venise op. 14 für Flöte und Harfe (Irena Grafenauer / Maria Graf)
•Nicolai: Ouvertüre zur Oper "Die lustigen Weiber von Windsor" (hr-Sinfonieorchester / José Luis Gomez)
•Tartini: Trompetenkonzert D-Dur (Alison Balsom / Scottish Ensemble / Jonathan Morton)
•Mendelssohn: 6. Streichersinfonie Es-Dur (Polnisches Kammerorchester / Jerzy Maksymiuk)
•Bach: 1. Violinsonate h-Moll BWV 1014 (Jamie Laredo / Glenn Gould, Klavier)
•Strauss: Waldseligkeit op. 49 Nr. 1 (Michaela Kaune, Sopran / NDR-Radiophilharmonie / Eij Oue)
•Tschaikowsky: Drei Tänze aus dem Ballett "Der Nussknacker" (Berliner Philharmoniker / Simon Rattle)


09:30 hr2-kultur – kompakt (30 Min.)
Aktuelle Kulturthemen und Hintergründe aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.


10:00 Treffpunkt hr-Sinfonieorchester (120 Min.)
Moderation: Christoph Werkhausen
Mit aktuellen und historischen Aufnahmen des hr-Sinfonieorchesters.


12:00 Hörbuchzeit (60 Min.)

In der Hörbuchzeit stellen wir Ihnen jede Woche Neuerscheinungen und Klassiker des Hörbuchmarkts im Gespräch vor.


13:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich


14:00 Archivschätze (60 Min.)
Mozarts "Gran Partita" von 1969
Mitglieder des Sinfonie-Orchesters des Hessischen Rundfunks
Leitung: Michael Gielen
Mozart: Bläserserenade B-Dur KV 361 "Gran Partita"
(Aufnahme vom 31. März und 1. April 1969 aus dem hr-Sendesaal)


15:00 Musikland Hessen (180 Min.)
Aktuelle Berichte, Konzertmitschnitte und Hintergründe aus dem hessischen Musikleben.


17:00 Nachrichten


18:00 Literaturland Hessen | Sparda Erzählfestival (60 Min.)
Wir sind da, wo etwas los ist: Diskussionen, Gespräche, öffentliche Veranstaltungen.


19:00 Live Jazz (60 Min.)
Am Mikrofon: Daniella Baumeister

Bad Hombre || Antonio Sanchez, dr | Thana Alexa, voc | BIGYUKI, keyb | Lex Sandler, b | 52. Deutsches Jazzfestival Frankfurt, Hessischer Rundfunk, hr-Sendesaal, Oktober 2021


20:00 Leo Delibes Oper "Lakmé" aus Madrid (180 Min.)

Immer diese verhängnisvollen Affären mit Angehörigen des verfeindeten Lagers! Das kann auch in der Oper nicht gut gehen. Und wenn bei der Brahmanen-Tochter Lakmé zudem noch die Religion mit im Spiel ist – umso fataler.

Lakmé – Sabine Devieilhe
Gérald – Xabier Anduaga
Nilakantha – Stéphane Degout
Frédéric – David Menéndez
Mallika – Héloïse Mas
Hadji – Gerardo López Gámez
Miss Ellen – Inés Ballesteros Bejarano
Miss Rose – Cristina Toledo
Mistress Bentson – Enkelejda Shkosa
Kouravar – Isaac Galán
Chor und Orchester des Teatro Real
Leitung: Leo Hussain
(Aufnahme vom 3. März 2022 aus dem Teatro Real)

Léo Delibes Oper "Lakmé" erzählt uns von der Liebe zwischen einem Offizier und einer Einheimischen im englisch-besetzten Indien des 19. Jahrhunderts. Eine Liebe, die – wie zu erwarten – tödlich endet. 1883 hatte das Stück an der Pariser "Opéra Comique" Premiere, und Delibes lag mit seinem exotischen Sujet durchaus im Trend der Zeit: Bizets "Perlenfischer" etwa spielen in Ceylon, Massenets "Roi de Lahore" in Pakistan. Die Uraufführung war ein großer Erfolg und das Werk wurde sogleich europaweit nachgespielt - die deutsche Erstaufführung erfolgte noch im gleichen Jahr in Frankfurt am Main. Aber natürlich war es vor allem die Musik, die faszinierte und bis heute fasziniert: der verschwenderische Melodienreichtum, die subtile Instrumentierung, die ausgefeilte Harmonik sowie die raffiniert eingesetzten Orientalismen, nicht zuletzt im großen Ballett des 2. Aktes. Und so hat die Oper deutlich mehr zu bieten als den halben und den echten Hit, die zumeist nur zu hören sind: die "Glöckchen-Arie" und natürlich das "Blumenduett". Die Rolle der "Lakmé" ist bis heute eine der ganz großen Herausforderungen für jede Sopranistin: in der konzertanten Aufführung in Madrid grandios gemeistert von Sabine Devieilhe. Als Lakmés Vater Nilakantha war mit dem Bariton Stéphane Degout ein weiterer französischer Gesangsstar mit von der Partie, aber auch der noch nicht so bekannte junge Spanier Xabier Anduaga konnte als englischer Liebhaber überzeugen und wurde begeistert gefeiert – ein Tenor, von dem ganz sicher noch zu hören sein wird.


23:00 – 24:00 The Artist's Corner (60 Min.)
Fluxus 60 – Die Wiege steht in Wiesbaden
Teil 1 von 4

Zu Fluxus führen viele Wege, aber keiner an Wiesbaden vorbei. Im dortigen Städtischen Museum finden an den Wochenenden zwischen dem 1. und 23. September 1962 Internationale Festspiele Neuester Musik statt. Eine Mammutveranstaltung, die erstmals auch die Vokabel "Fluxus" in die Öffentlichkeit trägt. Am Mikrofon: Stefan Fricke

14 Konzerte mit Aufführungen von über 100 Werken programmiert Festival-Organisator und "Fluxus"-Wort- (Er-)Finder George Maciunas, damals in Wiesbaden als Grafiker bei den US-Streitkräften tätig. Vor allem sind das jüngere Kompositionen aus dem weiten Feld der Neuen Musik, wie sie bei den Darmstädter Ferienkursen oder bei Pariser Konzerten elektronischer Musik präsentiert werden. Aber eigentlich schwebt Maciunas, der vor Wiesbaden schon in New York ein paar Konzerte mit avancierter Kunstmusik organisiert hat, etwas anderes vor: "very new music", neueste Musik, die frischer sein soll als die von John Cage und als die von Karlheinz Stockhausen, den einige Fluxisten bald mithin wüst attackieren, allemal. Doch im Wiesbadener September '62 geht es recht gesittet zu. Allerdings kommen viele der programmierten Stücke gar nicht zur Aufführung, dafür manch andere, etwa eine heftige Klavierzerstörung. Ein musikalischer Rückblick auf die Wiesbadener Fluxus-Pläne und -Wirklichkeiten.

*

Sonntag, 2. Oktober 2022


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Gabriel Fauré: "Dolly", op. 56 (Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Michael Sanderling); Joseph Haydn: Sonate C-Dur, Hob. XVI/50 (Ekaterina Derzhavina, Klavier); Antonín Dvorák: Violoncellokonzert h-Moll, op. 104 (Gautier Capuçon, Violoncello; Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Jacques Mercier); Max Bruch: Klaviertrio c-Moll, op. 5 (Arensky Trio); Germaine Tailleferre: Ballade (Florian Uhlig, Klavier; Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Pablo Gonzalez)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Carl Friedrich Abel: Violoncellokonzert C-Dur (Klaus-Dieter Brandt, Violoncello; L'arpa festante); Antonio Vivaldi: Gloria D-Dur, RV 589 (Deborah York, Patrizia Biccire, Sopran; Sara Mingardo, Alt; Akademia; Concerto Italiano: Rinaldo Alessandrini); Ermanno Wolf-Ferrari: Divertimento D-Dur, op. 20 (Münchner Rundfunkorchester: Ulf Schirmer); Johannes Brahms: Sonate e-Moll, op. 38 (Truls Mork, Violoncello; Hélène Grimaud, Klavier); Ottorino Respighi: "Trittico botticelliano" (Beethoven Orchester Bonn: Stefan Blunier)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Emilie Mayer: Ouvertüre Nr. 3 C-Dur (Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin: Mark Rohde); Franz Liszt: Variationen über Motive von Bach, S 180 (Gerhard Oppitz, Klavier); Joseph Haydn: Symphonie Nr. 91 Es-Dur (Freiburger Barockorchester: René Jacobs)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Leó Weiner: "Fasching", op. 5 (Sinfonieorchester Nordungarn: László Kovács); Joseph Haydn: Violoncellokonzert C-Dur, Allegro molto, Hob. VIIb/1 (Marie Elisabeth Hecker, Violoncello; Kremerata Baltica); Percy Grainger: English Dance (Martin Jones, Philip Martin, Richard McMahon, Klavier); Antonio Vivaldi: Konzert d-Moll, RV 535 (Heinz Holliger, Ramón Ortega Quero, Oboe; Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks: Radoslaw Szulc); Robert Fuchs: Klavierkonzert b-Moll, Allegro con fuoco ma non troppo, op. 27 (Martin Roscoe, Klavier; BBC Scottish Symphony Orchestra: Martyn Brabbins); Carl Maria von Weber: Symphonie Nr. 1 C-Dur, Finale, op. 19 (Münchner Rundfunkorchester: Hansjörg Schellenberger)


06:00 Geistliche Musik (90 Min.)
Moderation: Meinolf Bunsmann

Unter anderem mit der Bachkantate "Wer weiß, wie nahe mir mein Ende" BWV 27
Krebs: Toccata und Fuge a-Moll (Michael Schönheit, Orgel)
Krieger: "Auff ein Ernte-Fest" (Jan Kobow, Tenor / United Continuo Ensemble)
Merkel: Fuge über den Namen B-A-C-H (Reinhardt Menger, Orgel)
Telemann: Kantate "Das Manna deiner Speise" (Markus Flaig, Bass / Musica Alta Ripa)
Reger: "Gloria" op. 59 Nr. 8 aus den "Zwölf Stücken für Orgel" (Hans-Jürgen Kaiser)
Tuma: Miserere für Soli, Chor und Orchester c-Moll (Markéta Böhmová und Romana
Kružíková, Sopran / Monika Jägerová und Lucie Karafiátová Netušilová, Alt / Jakub Kubín,
Fauré: Pavane fis-Moll op. 50, bearbeitet für Orgel (Iveta Apkalna)
Etwa ab 7:10 Uhr:
Bach: Kantate BWV 27 "Wer weiß, wie nahe mir mein Ende" (Malin Hartelius, Sopran /
William Towers, Countertenor / James Gilchrist, Tenor / Peter Harvey, Bass / Monteverdi


07:30 Morgenfeier (30 Min.)


08:00 Kinder-Hörspiel | Die Flaschenpost | Von Klaus Kordon (60 Min.)
1989 im geteilten Berlin

1989 im geteilten Berlin: Matze, der im Osten lebt, hat eines Tages eine außergewöhnliche Idee. Er schickt eine Flaschenpost los, sie soll die Spree hinunter schwimmen bis zur Elbe und von dort in die Welt hinaus. Doch dann antwortet ihm Lika aus Westberlin, dem Teil der Stadt, der Matze so unbekannt ist wie ein fremdes Land. So entsteht eine Brieffreundschaft zwischen Ost und West, der den beiden Kindern viel Ärger einbringt. Die Neugierde aufeinander und den jeweils anderen Teil der Stadt ist allerdings größer als jedes Verbot.


09:00 Am Sonntagmorgen (150 Min.)
Mit dem Interessantesten der Woche und viel Musik


11:30 Camino | Ausgegrenzt und angefeindet (30 Min.)
Antimuslimischer Rassismus in Deutschland

Schräge Blicke in der Straßenbahn, Beleidigungen in der Schule, Diskriminierung bei der Arbeits- und Wohnungssuche – das haben viele Muslime im Alltag schon erlebt. Manchmal auch Angriffe auf Moscheen oder rechte Attentate wie 2020 in Hanau. Antimuslimischer Rassismus ist in Deutschland weit verbreitet, ebenso wie eine diffuse Angst vor dem Islam. Frauen mit Kopftuch sind besonders von Islam- und Muslimfeindlichkeit betroffen. Dabei ist ihre Religion, wie für die meisten Menschen, nur eine Facette ihrer Identität. Unter Muslimen wachsen Verunsicherung und Angst. Doch immer mehr von ihnen wollen sich nicht in eine Opferrolle drängen lassen, sondern das Problem sichtbar machen. Wo finden sie Unterstützung? Und wie gehen Gesellschaft und Politik mit antimuslimischem Rassismus um?

Ein Beitrag von Ita Niehaus.


12:00 Literaturland Hessen (60 Min.)
Wir sind da, wo etwas los ist: Diskussionen, Gespräche, öffentliche Veranstaltungen.


13:00 Kaisers Klänge – Musikalische Entdeckungsreisen (60 Min.)
Mehr als nur eine Hymne – Variationen über das "Lied der Deutschen"

Die Melodie der heutigen deutschen Nationalhymne ist allgegenwärtig. Josef Haydn erfand sie als österreichische Kaiserhymne. Hoffmann von Fallersleben machte daraus das "Lied der Deutschen". Als Zitat taucht die politische Erkennungsmelodie in den unterschiedlichsten Musikwerken wieder auf: in Impromptus von Clara Schumann, in Sinfonien von Bedrich Smetana, in Märschen von Johann Strauß oder in Virtuosenstücken von Niccolò Paganini.


14:00 Menschen und ihre Musik (120 Min.)

Von Bach bis Beatles, ausgewählt und präsentiert von prominenten Gästen. Die erste vom Taschengeld gekaufte Platte, ein unvergessliches Konzert-Erlebnis oder eine persönliche Begegnung: Wenn unsere Gäste im Studio "ihre" Musik präsentieren, dann dürfen sie ins Plaudern kommen. Jeden Sonntag zum Kaffee.


16:00 Klassikzeit mit dem hr-Sinfonieorchester (120 Min.)

Ausgewählte Aufnahmen mit dem hr-Sinfonieorchester
•Beethoven: Egmont-Ouvertüre (Hugh Wolff)
•Prokofjew: 2. Klavierkonzert g-Moll op. 16 (Igot Levit / Diego Matheuz)
•Bach: 1. Brandenburgisches Konzert F-Dur BWV 1046 (Martin Haselböck)
•Tschaikowsky: Rokoko-Variationen op. 33 (Mischa Maisky / Paavo Järvi)
•Schubert: 3. Sinfonie D-Dur D 200 (Paavo Järvi)


18:00 Feature (60 Min.)
Im rasenden Strom
Wie die Elektrifizierung unser Leben verändert hat
Eine (Kultur)Geschichte des Stroms und seiner Nutzung
Günther Wessel

Zu Beginn der Elektrifizierung wurden Moderne und Strom gleichgesetzt. Strom hat seitdem die menschliche Zivilisation grundlegend verändert. Heute liegt die Hoffnung auf grüner Elektrizität, mit der Industrie, Verkehr und Wohnen klimaneutral werden. Zwischen 1880 und 1920 begann die Elektrizität, zunächst in den Großstädten, später auch im ländlichen Raum, die menschliche Zivilisation zu verändern. Die Pariser Weltausstellung 1900 prunkte mit einem über und über illuminierten "Palast der Elektrizität" und der Scientific American schrieb im selben Jahr: "Das Publikum ist der Auffassung, wenn es irgendetwas unter der Sonne gibt, das Elektrizität nicht zu tun vermag, ist es nicht wert, überhaupt getan zu werden" Elektrizität und Moderne wurden gleichgesetzt: Sie ermöglichte Kino und Varieté und die Ausweitung der Arbeit, da Fabrikanlagen nun durchgehend beleuchtet waren. "Gibt es irgendwas, was unser Leben mehr verändert hat als Strom?", fragt Hanswalter Dobbelmann. Er ist Leiter des Elektrizitätsmuseums im Umspannwerk Recklinghausen und weiß, dass die Entwicklung einer modernen Gesellschaft ohne Elektrizität nicht möglich ist. "Deutschland verbraucht ungefähr 560 Terrawattstunden Strom pro Jahr", sagt der grüne Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck der Ampelkoalition. Der Bedarf wird steigen, wenn Industrie, Verkehr und Wohnen perspektivisch weitgehend ohne fossile Energien auskommen. So erzählt sich die Geschichte der Elektrifizierung von einem sagenhaften, Blitze schleudernden Gott bis in die Zeit der Fotovoltaik.


19:00 hr-Bigband (60 Min.)
Konzerte und Produktionen u.a. mit: hr-Bigband feat. Bert Joris
Am Mikrofon: Gregor Praml

Das Hörfunkstudio II im Hessischen Rundfunk in Frankfurt ist eine beliebte Location für atmosphärische Konzerte im kleinen Rahmen. Im Juli 2016 hatte die hr-Bigband dort den belgischen Trompeter, Komponisten und Arrangeur Bert Joris zu Gast. Hören Sie heute Ausschnitte aus diesem bemerkenswerten Konzert.


20:00 Kronberg Festival 2022 (120 Min.)


22:00 Hörspiel-Premiere (60 Min.)
10 Atemzüge – Folge 1 & 2
Sinnlich-feministische Hörspiel-Serie über weibliche Lust im hier und jetzt

Ein Stadthaus, vier Etagen und vier Frauen, bei denen die Libido und das Bedürfnis nach Sex in ihren ganz unterschiedlichen Lebensphasen mächtig an die Tür klopft. Lauren, Mitte 20 wohnt im Erdgeschoss. Sie wollte eigentlich ihren Ex vergessen und landet unversehens mit dem Nachbarn aus dem zweiten Stock im Bett. Lola, Ende 60 und Schauspielerin, hat schon viele intensive Beziehungen geführt, wobei ihr freizügiges Bedürfnis nach Nähe und Intensität auch im Alter nicht zur Ruhe gekommen ist. Beim gut situier-ten Ehepaar Ines und Jan ist äußerlich alles prima, nur herrscht zuneh-mend tote Hose im Schlafzimmer, was ist da zu tun? Sollten sie, wie Ines vorschlägt, die Beziehung öffnen, und wie geht das eigentlich? Und während Nika unterm Dach als alleinerziehende Mutter Mühe hat, neue Bekanntschaften zu machen, kommt ihr ihr Job als Klickworkerin entgegen, bei dem sie sich auf Datingplattformen durch den Bonbonla-den der Möglichkeiten klickt. Dabei findet sie schließlich etwas, von dem sie dachte es nicht gesucht zu haben… Verbunden sind alle Geschichten durch die Perspektive des weiblichen Begehrens, das alles bestimmt und sich mehr und mehr entwickelt. Die Frauen suchen sich Liebhaber*innen und ihren eigenen Weg; sie stellen Fragen an die Welt und die gesellschaftlichen Strukturen, in denen sie und wir alle leben. Kurz: Es geht um Sex und Politik, weil alles, was wir tun, politisch ist, gerade und vor allem die Art, wie wir lieben und leben. Die schönste Nebensache der Welt wird in 10 Atemzüge zur Hauptsache, ist Motor und Inhalt des Geschehens. Nie voyeuristisch dennoch explizit!

Simone Buchholz, geboren 1972 in Hanau, zog 1996 wegen des Wetters nach St. Pauli, wo sie mit ihrer Familie lebt. Sie wurde auf der Henri-Nannen-Schule zur Journalistin ausgebildet und schreibt seit 2008 Kriminalromane. Für ihre Chastity-Riley-Reihe erhielt sie mehrere Preise, darunter den Crime Cologne Award und den Deutschen Krimipreis. Mareike Fallwickl, 1983 nahe Salzburg geboren, arbeitet als freie Autorin und lebt mit ihrer Familie im Salzburger Land. 2018 erschien ihr literarisches Debüt "Dunkelgrün fast schwarz" bei der Frankfurter Verlagsanstalt, das u.a. für den Österreichischen Buchpreis nominiert wurde. 2019 folgte der Roman "Das Licht ist hier viel heller". Sie setzt sich auf Bühnen und Social-Media-Kanälen für Literaturvermittlung ein, mit Fokus auf weiblichen Erzählstimmen. Berit Glanz, Jahrgang 1982 ist Autorin, Essayistin und Literaturwissenschaftlerin. Sie war Finalistin beim 24. open mike und Teilnehmerin der Textwerkstatt Kölner Schmiede. Für ihr Romandebüt "Pixeltänzer" wurde sie gleich mehrfach ausgezeichnet, darunter der Hebbel-Preis 2020. Ihr zweiter Roman "Automaton" erschien im Frühjahr 2022 im Berlin Verlag. Sie lebt und arbeitet in Reykjavík. Karen Köhler, geboren 1974 in Hamburg, hat Schauspiel studiert und zwölf Jahre am Theater in ihrem Beruf gearbeitet. Heute lebt sie auf St. Pauli, schreibt Theaterstücke, Drehbücher und Prosa. 2014 erschien ihr viel beachteter Erzählband "Wir haben Raketen geangelt". 2017 erhielt sie für ihren Roman "Miroloi" ein Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung, 2018 das Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds.


23:00 – 24:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global – Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik – hier ist alles möglich  

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
hr2 – Programminformationen
39. Woche – 26.09. bis 02.10.2022
Hessischer Rundfunk
60222 Frankfurt am Main
Tel. 069/155-1, Fax: 069/155-290
Internet: www.hr-online.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 16. September 2022

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