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WIRTSCHAFT/8852: Nachrichten - BR Text 10.01.2019


BR Text vom 10.01.2019 - Nachrichten Wirtschaft


+++ Warnstreiks an drei Flughäfen +++ WLAN-Bestellknöpfe von Amazon verboten +++ Bahn rüstet 600 Stellwerke nach +++ Ford baut Europageschäft um +++ Audi-Absatz sinkt weltweit +++ Russische Investoren kaufen Gault & Millau +++ Verspätungsstatistik der Deutschen Bahn 2018 +++ Lufthansa stellt Passagierrekord 2018 auf +++ Jaguar Land Rover streicht Stellen +++

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Warnstreiks an drei Flughäfen

Wegen Warnstreiks an drei deutschen
Flughäfen kommt es bundesweit zu Ver-
spätungen und Flugausfällen.

Um Mitternacht legte das Sicherheits-
personal an den Flughäfen Köln/Bonn und
Düsseldorf die Arbeit nieder. Am frühen
Morgen zogen die Kollegen am Stuttgar-
ter Airport nach. Die Warnstreiks sol-
len den ganzen Tag dauern. Es wurden
bereits Hunderte Verbindungen gestri-
chen, auch am Münchner Flughafen.

Zum Warnstreik aufgerufen hatte die Ge-
werkschaft Verdi. Sie verlangt eine
bundesweit einheitliche Bezahlung von
20 Euro pro Stunde.

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WLAN-Bestellknöpfe von Amazon verboten

Der Internethändler Amazon muss seine
WLAN-Bestellknöpfe vom Markt nehmen.

Das Oberlandesgericht München verbot
dem Unternehmen, Waschmittel, Kaffee
und andere Waren des täglichen Bedarfs
in Deutschland weiter so zu verkaufen.
Die aufklebbaren, nur mit dem Herstel-
ler-Logo versehenen Knöpfe führten zu
intransparenten Bestellungen. Klare In-
fos zu Inhalt, Preis und der Hinweis
auf eine zahlungspflichtige Bestellung
fehlten.

Damit verstoße Amazon gegen die Gesetze
für den Internethandel. Geklagt hatte
die Verbraucherzentrale NRW.

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Bahn rüstet 600 Stellwerke nach

Nach mehreren Bahnunglücken mit Toten
und Verletzten will die Deutsche Bahn
in den kommenden fünf Jahren rund 600
ältere Stellwerke mit zusätzlicher
Sicherheitstechnik ausstatten.

In einem ersten Schritt sollen in die-
sem Jahr bundesweit bis zu 50 Stell-
werke modernisiert werden, so die Bahn.

Auf der Liste der ersten dafür vorge-
sehenen Anlagen stehen die Stellwerke
in Aichach bei Augsburg sowie in Din-
golfing, Eggenfelden und Pfarrkirchen.
In Utting/Ammersee haben die Arbeiten
begonnen. Die Regiobahn und der Fahr-
gastverband begrüßten den Schritt.

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Ford baut Europageschäft um

Der US-Autobauer Ford will sein Europa-
geschäft umbauen und streicht deshalb
Stellen.

Das Unternehmen kündigte eine Restruk-
turierung seines Geschäfts in Europa
an, die mit einem Jobabbau in allen
Bereichen verbunden sei. Dazu, wie vie-
le Jobs genau wegfallen sollen, äußerte
sich der Autobauer zunächst nicht. Zu-
gleich kündigte Ford Gespräche mit den
Sozialpartnern an.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass
Ford und der deutsche Autobauer Volks-
wagen eine strategische Partnerschaft
planen.

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Audi-Absatz sinkt weltweit

Audi hat im Gegensatz zu seinen Kon-
kurrenten Mercedes und BMW im vergan-
genen Jahr weltweit weniger Autos ver-
kauft als im Vorjahr.

Der Absatz sank wegen des Einbruchs der
Nachfrage in Europa insgesamt um 3,5
Prozent auf 1,812 Millionen Fahrzeuge,
wie Audi mitteilte.

In den USA sank der Absatz um 1,4 Pro-
zent auf 223.000 Autos. In China da-
gegen stieg er im Vergleich zum Vorjahr
um 10,9 Prozent auf 663.000 Autos. Da-
mit sei Audi schon das 30. Jahr in Fol-
ge die stärkste Premiummarke in der
Volksrepublik.

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WIRTSCHAFT KURZMELDUNGEN

Paris: Russische Investoren haben den
angesehenen französischen Restaurant-
führer Gault & Millau gekauft. Die
nicht näher genannte Familie wolle meh-
rere Millionen Euro in das Unternehmen
investieren, sagte der bisherige Eigen-
tümer, Come de Cherisey, gegenüber
Medien. Mit der Finanzspritze solle die
Globalisierung und Digitalisierung von
Gault & Millau vorangetrieben werden.
Zum Kaufpreis machte er keine Angaben.

Berlin: Die Kunden der Deutschen Bahn
mussten 2018 häufiger auf unpünktliche
Bahnen warten. Jeder vierte Fernzug war
verspätet. Im Durchschnitt erreichten
74,9 Prozent der ICE-, Intercity- und
Eurocity-Züge ihre Ziele pünktlich, wie
die Bahn mitteilte.

Frankfurt: Die Lufthansa hat 2018 einen
Passagierrekord aufgestellt. Die Flug-
gesellschaft beförderte samt ihren
Töchtern wie Eurowings und Swiss 142,3
Millionen Fluggäste - zehn Prozent mehr
als im Vorjahr. Das teilte der Konzern
mit. Damit blieb die Lufthansa Europas
größte Airline vor dem Billigflieger
Ryanair, der die Passagierzahl um 8 %
auf 139,2 Mio. steigerte. Die Auslas-
tung der Flugzeuge sei so hoch gewesen
wie noch nie: Von 100 Sitzen seien im
Schnitt 81,4 belegt gewesen.

London: Der größte britische Autobauer
Jaguar Land Rover streicht wegen einer
Flaute in China etwa 4.500 Stellen. Be-
troffen seien vor allem Arbeitsplätze
in Großbritannien, so das Unternehmen.

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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