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WISSENSCHAFT/8945: Nachrichten - BR Text 15.04.2019


BR Text vom 15.04.2019 - Nachrichten
Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ Mit 3D-Drucker Mini-Herz geschaffen +++ Fukushima: Brennstäbe werden entfernt +++ Seltene Schildkrötenart vor Aussterben +++ LBV- Tipps zu Osterfeuern +++ Tote durch Sturm in den USA +++ Neues Mini- Buch zu Kinderrechten +++ Besucher in Athen von starkem Unwetter überrascht +++

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Mit 3D-Drucker Mini-Herz geschaffen

Israelische Forscher haben mit einem
3D-Drucker ein Mini-Herz aus menschli-
chem Gewebe erzeugt.

Der Prototyp, dessen Zellen sich jedoch
noch nicht synchron zusammenziehen kön-
nen, habe die Größe einer Kirsche, sag-
te Studienleiter Tal Dvir von der Uni-
versität Tel Aviv. Das Herz bestehe aus
Gewebe und Blutgefäßen und verfüge über
Kammern. Es sei vergleichbar mit dem
Herz eines menschlichen Fötus.

Zunächst sollen solche Herzen bei Hasen
oder Ratten getestet werden. Bis zu ei-
nem möglichen klinischen Einsatz beim
Menschen dauere es noch viele Jahre.

*

Fukushima: Brennstäbe werden entfernt

Der Betreiber der vom Tsunami verwüste-
ten Atomanlage Fukushima in Japan hat
mit der Entsorgung von Brennstoffen aus
einem Kühlbecken in einem der drei zer-
störten Reaktoren begonnen.

Wie Tepco mitteilte, fingen Arbeiter
damit an, die ersten von 566 benutzten
und unbenutzten Brennstoffeinheiten in
dem Becken an Meiler 3 zu entfernen.
Die Entsorgung dauere bei planmäßigem
Ablauf zwei Jahre. Die Arbeiten hatten
sich wegen Pannen und der hohen Strah-
lung um über vier Jahre verzögert.

In den anderen zwei Reaktoren befinden
sich noch 1.000 Brennstäbe.

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Seltene Schildkrötenart vor Aussterben

Eine seltene Schildkrötenart steht nach
dem Tod ihres einzigen bekannten weib-
lichen Exemplars vor dem Aussterben.

Die Jangtse-Riesenweichschildkröte sei
am Samstag verendet, teilte der Zoo in
der chinesischen Stadt Suzhou mit. Kurz
vor ihrem Tod sei noch ein vergeblicher
Besamungsversuch unternommen worden. Es
gibt nun nur noch drei dokumentierte
Exemplare - ein Männchen im Zoo in Chi-
na und zwei in freier Wildbahn unbe-
kannten Geschlechts in Vietnam.

Die mehr als ein Meter große Schildkrö-
te wurde vom Menschen gejagt, weil ihr
Fleisch als Delikatesse galt.

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LBV-Tipps zu Osterfeuern

Der Landesbund für Vogelschutz/LBV hat
Ratschläge veröffentlicht, damit tradi-
tionelle Osterfeuer nicht zu Todesfal-
len für Igel und Vögel werden.

So sollten die Holzhaufen erst kurz vor
dem Abbrennen aufgeschichtet werden,
riet Igelexpertin Martina Gehret. Wenn
dies nur längerfristig möglich sei,
müssten Zugänge für Tiere durch Netze
oder engmaschige Zäune versperrt wer-
den. So könne verhindert werden, dass
sich Wildtiere dort versteckten oder
Vögel Brutplätze anlegten.

Sonst kämen die Tiere und ihr Nachwuchs
qualvoll in den Flammen ums Leben.

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Tote durch Sturm in den USA

Im Süden der USA sind mindestens acht
Menschen durch ein Sturmtief ums Leben
gekommen.

In einigen Regionen der Bundesstaaten
Texas, Louisiana, Mississippi und Ala-
bama seien Tornados entstanden, teilte
die Polizei mit. Dabei seien Menschen
ertrunken und von umstürzenden Bäumen
erschlagen worden. Viele Verletzte sei-
en noch in kritischem Zustand.

Der Nationale Wetterdienst bestätigte
Windböen von bis zu 225 Kilometern pro
Stunde. In 65.000 Haushalten fiel der
Strom aus. Zahlreiche Behörden und
Schulen blieben geschlossen.

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Neues Mini-Buch zu Kinderrechten

Ein neues Pixi-Buch macht darauf auf-
merksam, dass auch Kinder ein Recht auf
Privatsphäre haben.

"Leider sind die Kinderrechte auch fast
30 Jahre nach Verabschiedung der UN-
Kinderrechtskonvention noch viel zu we-
nig bekannt", sagte Holger Hofmann vom
Deutschen Kinderhilfswerk bei der Vor-
stellung in Berlin. Das vom Bundesfami-
lienministerium geförderte Buch mit dem
Titel "Stopp, PRIVAT!" richtet sich
sowohl an Kinder als auch Eltern.

Die beliebte Pixi-Reihe hat bereits u.
a. Bücher zu Mitbestimmungsrechten von
Kindern und Kinderarmut veröffentlicht.

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WISSENSCHAFT/UMWELT KURZMELDUNGEN

Athen: Besucher der griechischen Haupt-
stadt Athen wurden nach eitel Sonnen-
schein von einem starken Unwetter mit
Hagel und Starkregen überrascht. Stra-
ßen standen knietief unter Wasser, der
Verkehr kam kurzfristig zum Erliegen.

*

Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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