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JUSTIZ/7789: Kriminalität und Rechtsprechung - 16.05.2018 (SB)


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Hamburger Polizei setzt Fahndung zum G20-Gipfel im Internet fort

Polizei und Staatsanwaltschaft lassen im Zusammenhang mit den Krawallen beim Hamburger G20-Gipfel im vergangenen Jahr weitere 101 unbekannte Personen mit im Internet veröffentlichten Fotos suchen. Die Bevölkerung wird von der Polizei um Hilfe bei der Suche nach den Verdächtigen gebeten. Eine ähnliche Aktion hatte die Hamburger Polizei bereits im Dezember gestartet. Ein Polizeisprecher bezeichnete die jetzt Gesuchten als zumeist Mehrfachstraftäter, die sowohl für Flaschenwürfe als auch für Plünderungen oder Körperverletzungen verantwortlich seien. Vor Anklageerhebung und Gerichtsverhandlung belegt nach Auffassung der Polizei Videomaterial in HD-Qualität einen hinreichenden Tatverdacht. Hinsichtlich des Vorwurfs, die Fotos blieben im Internet zugänglich, auch wenn die Betroffenen nicht strafrechtlich verurteilt würden, sagte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch, so einen Fall habe es bislang nicht gegeben, daß jemand zu Unrecht in die Öffentlichkeitsfahndung geraten sei.

16. Mai 2018


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