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KULTUR/7831: Sprache, Kunst und Medium - 13.09.2018 (SB)


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Hamburgs Völkerkundemuseum gibt sich neuen Anstrich

Da Völkerkunde nach Kolonialzeit riecht, hat Barbara Plankensteiner, die Direktorin des Hamburger Hauses, einiges umändern müssen.

Der wuchtige Bau an der Rothenbaumchaussee war 1871 als Culturhistorisches Museum eröffnet worden - was heute auch gut hätte passen können -, dann aber parallel zu Deutschlands Großmachtstreben 1879 als Völkerkundemuseum weitergeführt worden.

Vor dem Hintergrund des sich wandelnden Zeitgeistes haben diese Art Museen aber einige Plausibilitätsschwierigkeiten. Folglich mußte mit: Museum am Rothenbaum, Kulturen und Künste der Welt (MARKK), ein neuer Name her. Und umdekoriert wurde in den Ausstellungssälen auch. Dafür holte sich die Direktorin ein paar junge Leute zur Unterstützung, wie NDR 90,3 berichtete.

Neue Wege demonstriert das Haus auch mit der aktuellen Präsentation "Erste Dinge - Rückblick für Ausblick". "Die Ausstellung zeigt Objekte aus der Gründungsphase des Museums, um im Rückblick auf die eigene Geschichte einen Auftakt für die Neuausrichtung zu geben", so die Direktorin.

13. September 2018


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