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MILITÄR/8048: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 11.02.2019 (SB)


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"Red Hand Day" gegen Kindersoldaten

In mindestens 19 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas werden insgesamt rund 250.000 Mädchen und Jungen in den mit Waffen ausgetragenen Konflikten unter anderem als Kämpfer, Spione und Minensucher eingesetzt. Das meldeten das Deutsche Bündnis Kindersoldaten und die Menschenrechtsorganisation terre des hommes am Montag zum diesjährigen "Red Hand Day" am 12. Februar. Das Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention zu Kindern in bewaffneten Konflikten setze am 12. Februar 2002 den sogenannten "Straight-18-Standard".

Das Bündnis hatte für Montag eine Protestaktion vor dem Bundeskanzleramt geplant. Der Grund ist die Rekrutierung von Minderjährigen durch die Bundeswehr. Deutschland gehört neben Großbritannien und den USA zu den drei Industrieländern, in denen häufig Jugendliche an Kriegswaffen ausgebildet werden. Im vergangenen Jahr rekrutierte die Bundeswehr knapp 1700 Minderjährige. Gegenüber dem Jahr 2011 war das dem Bündnis zufolge eine Verdopplung.

11. Februar 2019


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