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SOZIALES/7940: Arbeit, Soziales und Familie - 15.10.2018 (SB)


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Australische Ärzte fordern Hilfe für deportierte Flüchtlingskinder

Der australische Ärzteverband hat Premierminister Morrison in einem von 6000 Ärzten unterzeichneten Brief aufgerufen, 80 auf der Pazifikinsel Nauru zwangsweise untergebrachte, vielfach traumatisierte Flüchtlingskinder ins Land zu holen, um sie behandeln zu können. Zuvor hatte die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" berichtet, viele auf Nauru untergebrachte Asylbewerber seien selbstmordgefährdet. Viele Kinder könnten kaum noch essen, trinken oder gehen. Die Regierung Naurus hatte "Ärzte ohne Grenzen" letzte Woche von der Insel verwiesen.

Australien läßt seit fünf Jahren keine Flüchtlingsboote mehr ins Land, sondern fängt sie auf hoher See ab, um sie unter anderem nach Nauru zu deportieren. Dort werden die Menschen in Lagern untergebracht, die von Australien finanziert werden. Die 21 Quadratkilometer große Insel Nauru liegt rund 3000 Kilometer nordöstlich von Australien und hat rund 13.000 Einwohner. Rund 900 Bootsflüchtlinge leben dort zum Teil seit fünf Jahren.

15. Oktober 2018


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