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WISSENSCHAFT/1246: Leibniz-Gemeinschaft - Planungssicherheit für kommende Jahre (idw)


Leibniz-Gemeinschaft - 31.10.2014

Planungssicherheit für kommende Jahre



Leibniz-Präsident Matthias Kleiner dankt Bund und Ländern für politische Weichenstellungen in der Wissenschaftspolitik. Leibniz-Gemeinschaft sieht ihre Stellung als starke Partnerin der Hochschulen bestätigt.

Die Leibniz-Gemeinschaft begrüßt die Entscheidungen von Bund und Ländern in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) für die Zukunft des deutschen Wissenschaftssystems sehr. Leibniz-Präsident Matthias Kleiner sagte dazu: "Die politischen Weichenstellungen für die Zukunft geben Wissenschaft und Forschung in Deutschland erneut Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Bund und Ländern ist es gelungen, trotz zum Teil schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen ein beindruckendes Gesamtpaket für alle Bereiche der Wissenschaft zu schnüren. Dafür sind wir unseren Partnern in der Politik zu großem Dank verpflichtet. Das Finanzvolumen von mehr als 25 Milliarden Euro für die gemeinsamen Programme von Bund und Ländern ist außerordentlich bemerkenswert, wie es schon die über 18 Milliarden Euro im vorherigen Zeitraum von 2011 bis 2015 waren." Die Fortführung des Hochschulpakts und die Erhöhung der DFG-Programmpauschale seien wichtige Signale für ein leistungsfähiges Wissenschaftssystem.

Für die Leibniz-Gemeinschaft ist die Verlängerung des Pakts für Forschung und Innovation für die Jahre 2016 bis 2020 besonders wichtig. Der sichere jährliche Aufwuchs von drei Prozent bedeutet für die Finanzierung der 89 Leibniz-Institute insgesamt ein zusätzliches Mittelvolumen von mehr als 500 Millionen Euro durch den Pakt für Forschung und Innovation während seiner dritten Laufzeit. "Dass der Bund den Aufwuchs alleine tragen wird, ist ein sehr positives Signal dafür, dass die gemeinsame Forschungsförderung der Leibniz-Gemeinschaft von Bund und Ländern auch künftig hohe forschungspolitische Priorität hat, die Länder aber gleichzeitig finanziell entlastet werden, um ihrer Verantwortung gegenüber den Hochschulen besser gerecht werden zu können", betonte Matthias Kleiner.

Die engen und vielfältigen Kooperationen zwischen den Universitäten und den Mitgliedseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft beruhen auf der Stärke der beteiligten Partner, hob der Leibniz-Präsident auch vor dem Hintergrund der Grundsatzentscheidung der GWK zur Fortsetzung der Exzellenzinitiative hervor. "Die Leibniz-Institute werden sich gemeinsam mit ihren Hochschulpartnern auch an den künftigen Programmen der Exzellenzinitiative substantiell beteiligen und sind dafür bestens gerüstet", so Matthias Kleiner. "Für die in dem GWK-Grundsatzbeschluss vorgesehene Förderung der Zusammenarbeit von universitärer und außeruniversitärer Forschung sowie die Verknüpfung zwischen Grundlagenforschung und Anwendungsorientierung ist die Leibniz-Gemeinschaft in besonderer Weise prädestiniert."

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Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 89 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen u.a. in Form der WissenschaftsCampi mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 17.500 Personen, darunter 8.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,5 Milliarden Euro.

Weitere Informationen unter:
http://www.leibniz-gemeinschaft.de

Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung unter:
http://idw-online.de/de/institution390

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Quelle:
Informationsdienst Wissenschaft e. V. - idw - Pressemitteilung
Leibniz-Gemeinschaft, Christoph Herbort-von Loeper M.A., 31.10.2014
WWW: http://idw-online.de
E-Mail: service@idw-online.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 4. November 2014