Deutsche Umwelthilfe e.V.
Pressemitteilung - Donnerstag, 30.10.2025
Die Deutschen kaufen EU-weit am zweitmeisten Elektrogeräte, liegen bei der Sammlung aber auf den Schlussrängen: Deutsche Umwelthilfe fordert, Hersteller mehr in die Verantwortung zu nehmen
Berlin, 30.10.2025: Heute hat das statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) neue Zahlen zum Vertrieb von Elektrogeräten und den Sammelmengen von Elektroschrott für das Jahr 2023 für alle EU-Mitgliedstaaten veröffentlicht. Demnach wurden in Deutschland mit 38,9 Kilogramm pro Kopf und Jahr nach den Niederlanden die zweitmeisten Elektrogeräte im EU-Raum verkauft. Gleichzeitig erreichte Deutschland mit einer Sammelquote von 29,5 Prozent im europäischen Vergleich lediglich den 16. Platz der 21 vergleichbaren Staaten. Für eine Lösung des Elektromüll-Problems müssen die Hersteller die volle Verantwortung für die Sammlung und Verwertung tragen, so die Deutsche Umwelthilfe (DUH).
"Deutschland ist beim Umgang mit Elektrogeräten ein Problemfall in
Europa. Wir kaufen mit am meisten Elektrogeräte in Europa, liegen bei
der Sammlung von Elektroschrott aber auf den hintersten Rängen. Die
Pro-Kopf Sammelmenge ist in Ländern wie Österreich und Frankreich
beispielsweise deutlich höher. Die geplante Novellierung des
nationalen Elektrogesetzes wird diesen Missstand nicht auflösen. Wir
fordern deshalb Umweltminister Schneider auf, endlich einen
grundlegenden Systemwechsel zu vollziehen. Das Verantwortungswirrwarr
zwischen Herstellern, Handel und kommunalen Wertstoffhöfen muss
aufhören. Ausschließlich die Hersteller müssen für die Sammlung und
Verwertung von Elektrogeräten verantwortlich sein. Unsere aktuelle
Studie zeigt: So wären jährlich bis zu 810.000 Tonnen mehr recycelte
Rohstoffe, 1,9 Millionen Tonnen CO2-Einsparung und 39.000 zusätzliche
Arbeitsplätze möglich."
Link:
Zur Studie: https://l.duh.de/p250908
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Quelle:
Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)
Pressemitteilung, 30.10.2025
Hackescher Markt 4, 10178 Berlin
Tel.: 030/25 89 86-0, Fax.: 030/25 89 86-19
Internet: www.duh.de
veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 7. November 2025
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