GLOBAL 2000 / Friends of the Earth Austria - Presseaussendung, 15.09.2025
Knapp 500 Menschen bei Rad-Demo gegen den Lobautunnel
Breites Bündnis fordert soziale Mobilitätswende statt Milliarden-Betonprojekt
Knapp 500 Menschen demonstrierten heute gegen den Lobautunnel. Im Zeichen einer nachhaltigen Mobilitätswende radelten die Demonstrant*innen vom Praterstern zum Nationalparkhaus Lobau. "Wir haben heute mal wieder gezeigt, wie viele Menschen bereit sind, sich gegen das Monsterprojekt Lobautunnel einzusetzen!", freut sich Nora Haidowatz, Sprecherin von LobauBleibt, über die rege Teilnahme.
Der geplante Lobautunnel ist ein Sinnbild für all das, was in der Klima- und Sozialpolitik schief läuft. "Österreich verfehlt seine Klimaziele meilenweit, in der Sozialpolitik wird gespart, aber für Betonprojekte stehen Milliarden zur Verfügung. Die heutige Demonstration zeigt: Menschen fordern von der Politik eine klare Verantwortungsübernahme im Angesicht der Klimakrise", bekräftigt Stefan Holly, Sprecher von LobauBleibt.
"Was es jetzt braucht sind schnelle und klimafreundliche Lösungen für die Menschen vor Ort. Statt einem jahrelangen Tunnelbau unter einem Naturschutzgebiet muss der öffentliche Verkehr ausgebaut werden. Das ist schneller, kostengünstiger und sozial gerechter - und die einzige Maßnahme, die in Zeiten der Klimakrise sinnvoll ist", betont Hannah Keller, Klima-Sprecherin von GLOBAL 2000.
Sollte die Absage des Tunnels aufgehoben werden, kündigt LobauBleibt weitere Proteste an. Die klimapolitischen Konsequenzen des Lobautunnels sind ausreichend belegt. Alternativen liegen längst am Tisch. "Ein Ja zu einer Lobau-Autobahn ist ein Nein zur Verkehrswende. Währenddessen stopft sich die Baubranche die Taschen voll. Das werden wir nicht zulassen!", erklärt Jutta Matysek von der Bürgerinitiative (BI) Rettet die Lobau entrüstet.
Die Forderungen werden von einem breiten Bündnis unterstützt. Darunter: GLOBAL 2000, Greenpeace, Fridays for Future, System Change, Raddlobby, Radeln for Future, BI Rettet die Lobau, Lobau Forum, VIRUS, Extinction Rebellion und Parents for Future.
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Quelle:
Presseaussendung, 15.09.2025
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000
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Internet: www.global2000.at
veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 19. September 2025
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