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FORSCHUNG/492: Forschung zur Energiewende - Interaktive Landkarte geht an den Start (idw)


Öko-Institut e. V. - Institut für angewandte Ökologie - 15.10.2014

Forschung zur Energiewende - Interaktive Landkarte geht an den Start



Nach den ersten Schritten in Richtung Energiewende müssen Politik und Gesellschaft nun weitere wichtige Themen angehen. Wissen zum Handeln ist zentral für das Gelingen dieser Transformation. Eine neue Online-Plattform stellt jetzt die 33 Projekte des BMBF-Programms "Umwelt- und gesellschafts-verträgliche Transformation des Energiesystems" übersichtlich und interaktiv dar.

Unter http://www.transformation-des-energiesystems.de/ werden die Forschungsergebnisse von 33 Forschungsvorhaben zur Energiewende sowie die begleitende wissenschaftliche Koordination kommuniziert. Diese Koordination liegt beim Öko-Institut e.V., Freiburg und dem ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt am Main.

Die Online-Plattform bietet dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich über aktuelle Ergebnisse aus der sozial-ökologischen Forschung zur Energiewende zu informieren. Die Besucher der interaktiven Landkarte erfahren Neues über Forschungsergebnisse, Veranstaltungen, Stellungnahmen zu aktuellen Entwicklungen und Veröffentlichungen aus den Forschungsprojekten.

Nach und nach wird die Plattform in den nächsten Monaten angereichert mit Informationen zur Teilhabe von Bürgern und Bürgerinnen an der Umsetzung der Energiewende, zu Fragen von technischen Entwicklungen und der Koordination der Umstellung des Energiesystems. Auch mögliche Hürden, die auf dem Weg zur Transformation sichtbar werden, sollen kommuniziert werden. Links führen direkt zu ausführlicherem Material oder zu den eigenen Webangeboten der Forschungsprojekte.

Die Forschungsprojekte sind Teil der Fördermaßnahme "Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die thematischen Schwerpunkte der zum Großteil transdisziplinär angelegten Forschungsprojekte liegen in den Bereichen Entwicklungsoptionen für das Energiesystem (z.B. Gebäude, Siedlungen, Netze, Speicher) sowie Partizipation und Governance.

Zentrales Instrument des Wissenstransfers

Die Plattform ist ein zentrales Instrument des Wissenstransfers der wissenschaftlichen Koordination der 33 Forschungsverbünde. Sie zielt auf die Vernetzung der Projekte, um vorhandene Synergien zu nutzen. Außerdem soll sie den Transfer der Ergebnisse in Praxis, Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit fördern. "Da sich technologische Entwicklungen und Energiemärkte rasch wandeln, unterstützen wir die Projekte auch durch eine kontinuierliche Aufbereitung relevanter Informationen", erklärt Rainer Grießhammer, Mitglied der Geschäftsführung des Öko-Instituts und Leiter der Wissenschaftlichen Koordination. Man werde einmal jährlich "Entwicklungsportfolios" bereitstellen, in denen die voraussichtlichen Entwicklungen der nächsten Jahre abgeschätzt werden, zum Beispiel beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), beim Emissionshandel, beim Netzausbau oder bei technologischen Entwicklungen von Speichertechnologien.

Außerdem werden im Rahmen einer Begleitforschung beispielsweise die Ergebnisse der Forschungsprojekte gesichtet und neue Erkenntnisse zu den für eine erfolgreiche Energiewende wichtigen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Aspekten herausgearbeitet, zu den Rollen der Akteure, zu Konfliktlösungen und Kooperationen sowie zu den in den Projekten angewendeten Methoden, ergänzt Matthias Bergmann vom ISOE.

Weitere Informationen zum BMBF-Forschungsprogramm "Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems", koordiniert von Öko-Institut und ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung
https://www.fona.de/de/15980

Zur Plattform
http://www.transformation-des-energiesystems.de/

Auftraggeber
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen der Fördermaßnahme "Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems" im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung. (Förderkennzeichen: 01UN1200A/B)

Öko-Institut e.V.
Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann.

ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt am Main
Das ISOE gehört zu den führenden unabhängigen Instituten der Nachhaltig-keitsforschung. Seit 25 Jahren entwickelt das Institut wissenschaftliche Grund-lagen und zukunftsfähige Konzepte für Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft - regional, national und international. Zu den Forschungsthemen gehören Wasser, Energie, Klimaschutz, Mobilität, Urbane Räume, Biodiversität sowie Bevölkerungsentwicklung und Versorgung.

Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter:
http://idw-online.de/de/news608225
Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung unter:
http://idw-online.de/de/institution429

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Quelle:
Informationsdienst Wissenschaft e. V. - idw - Pressemitteilung
Öko-Institut e. V. - Institut für angewandte Ökologie, Romy Klupsch, 15.10.2014
WWW: http://idw-online.de
E-Mail: service@idw-online.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 21. Oktober 2014