Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare
Sicherheit
Pressemitteilung - 14.11.2025
COP30: Deutschland tritt Globaler Initiative für Informationsintegrität im Klimawandel bei
Bundesregierung unterstützt internationale Bemühungen gegen Desinformation im Umwelt- und Klimabereich
Deutschland hat auf der Weltklimakonferenz COP30 im brasilianischen Belém die von den Vereinten Nationen initiierte Globale Initiative für Informationsintegrität im Klimawandel sowie die dazugehörige "Deklaration zur Informationsintegrität" unterzeichnet. Gemeinsam mit zwölf weiteren Ländern - darunter Brasilien, Kanada, Chile, Finnland, Frankreich, Spanien und Uruguay - bekennt sich die Bundesregierung damit klar zu einem internationalen Vorgehen gegen Falsch- und Desinformation im Umwelt- und Klimakontext.
Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth begrüßte den deutschen Beitritt ausdrücklich:
"Desinformation ist längst ein reales Klimarisiko. Sie untergräbt das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse und verzögert dringend notwendige Entscheidungen im Klimaschutz. Mit unserem Beitritt zur Globalen Initiative setzen wir ein deutliches Zeichen: Eine erfolgreiche Klimapolitik braucht starke, verlässliche Informationen und vertrauenswürdige Medien. Deutschland wird aktiv dazu beitragen, Forschung, Medienfreiheit und die Integrität von Klimadaten und - informationen weltweit zu stärken."
Brasilien hat die weltweite Zunahme von irreführenden Informationen zu Klimawandel und Klimaschutz erstmals offiziell auf die Agenda einer UN- Weltklimakonferenz gesetzt. Die Deklaration unterstreicht die Dringlichkeit, die Integrität wissenschaftsbasierter Informationen zu schützen, um wirksame Klimaschutzmaßnahmen nicht zu gefährden. Hinzu kommt: In vielen Regionen nehmen Angriffe auf Umweltjournalistinnen und -journalisten sowie auf Forschende zu - ein Risiko für transparente demokratische Debatten und faktenbasiertes Handeln.
Mit der Unterzeichnung verpflichtet sich Deutschland gemeinsam mit den Partnerstaaten unter anderem zu:
Da weltweit bislang unzureichende Ressourcen gegen die Verbreitung von Falsch- und Desinformationen im Klima- und Umweltbereich bereitstehen, fordert die Deklaration eine stärkere Finanzierung entsprechender Forschung, insbesondere in Entwicklungsländern. Zudem wird der Privatsektor aufgefordert, sich zu transparenter und menschenrechtskonformer Kommunikations- und Werbepraxis zu verpflichten. Ein zentrales Instrument ist dabei der "Global Fund for Information Integrity on Climate Change", über den bereits mehr als 400 Projektvorschläge aus knapp 100 Ländern eingereicht wurden - ein großer Teil davon aus dem Globalen Süden.
14.11.2025 | Pressemitteilung Nr. 108/25 | COP30
30. Weltklimakonferenz (COP30)
10. bis 21. November 2025 in Belém
https://www.bundesumweltministerium.de/klima-cop30
Weitere Informationen
Klimaschutz - Themenseite
https://www.bundesumweltministerium.de/themen/klimaschutz/ueberblick-klimaschutz
Internationales - Themenseite
https://www.bundesumweltministerium.de/themen/internationales/ueberblick-internationales
Klimaanpassung - Themenseite
https://www.bundesumweltministerium.de/themen/klimaanpassung/ueberblick-klimaanpassung
https://www.bundesumweltministerium.de/PM11539
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Quelle:
BMUKN-Pressemitteilung, 14.11.2025
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Stresemannstraße 128-130, 10117 Berlin
Tel.: 030 18 305-0, Fax: 0228 99 305-3225
Redaktion:
Referat Öffentlichkeitsarbeit, Online-Kommunikation und Social Media
veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 21. November 2025
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